Betriebszweigauswertung Milchvieh 2011/ 12
LWK Niedersachsen, Hannover (31.01.13) - Die guten Milchauszahlungspreise des Wirtschaftsjahres 2011/12 wurden durch teurere Kraftfuttermittel und insgesamt steigende Kosten wieder aufgezehrt. Insgesamt ergibt sich ein zufrieden stellendes Ergebnis. Wie in der Vergangenheit sind die Unterschiede zwischen den erfolgreichen und weniger erfolgreichen Betrieben über die Jahre in etwa gleich geblieben, die einzelbetrieblichen Differenzen klaffen jedoch weit auseinander. Das zeigen wieder die aktuellen Betriebszweigauswertungen in Niedersachsen.
In der jährlich erscheinenden zusammenfassenden Auswertung der vornehmlich im Nordwesten Niedersachsens erstellten Betriebszweigauswertungen „Milchviehhaltung“ konnten 472 Betriebe ausgewertet werden. Die Daten der vorliegenden Auswertung werden von den Beratern der Beratungsringe und der Bezirks- und Außenstellen der Landwirtschaftskammer erfasst und für eine zentrale Auswertung anonym weitergegeben. Den beteiligten Beratern sei an dieser Stelle gedankt für die Datenbereitstellung und Mitarbeit!
Wie in der Vergangenheit liegt ein eindeutiger Schwerpunkt der Aktivitäten im nordwestlichen Niedersachsen, von den Beratungsringen im Landkreis Stade und der Außenstelle Stade, über die Wesermarsch, dem Spezialberatungsring für Rinderhaltung und Futterbau in Aurich, der Außenstelle Leer bis ins Emsland und der Grafschaft Bentheim. Somit sind hier recht unterschiedliche Regionen mit ihren Standortgegebenheiten vertreten und bilden die Situation in Niedersachsen ab. Alle beteiligten Beratungsringe und Bezirksstellen sind im Nachspann aufgeführt.
Ziel der BZA (Betriebszweigauswertungen) war es bisher immer, zeitraumnah Zahlen über die Produktivität des Verfahrens Milchviehhaltung - bis zur Direktkostenfreien Leistung - für das abgelaufene Wirtschaftsjahr zu erhalten. Für die produktionstechnische Beratung und Schwachstellen-Analyse der kurz- bis mittelfristig veränderbaren Kennzahlen ist die direktkostenfreie Leistung pro Kuh und pro kg Milch ein nach wie vor probates Kriterium. Für die Gesamtbetrachtung des Verfahrens und den Vergleich verschiedenster Betriebe, z.B. mit und ohne Fremdarbeitskräfte, Pachtflächen, unterschiedlicher technischer Ausstattung (z.B. AMV), ist die Betrachtung aller Kosten wesentlich, um die Entlohnung aller Faktoren beurteilen zu können. Hier ist eine einheitliche Auswertung bei dem vorliegenden Datenmaterial nach wie vor nicht möglich.
Die Betrachtung der Ergebnisse anhand der Buchführung lässt sicherlich weitere Aussagen hinsichtlich aller Kosten zu, der Betriebsabschluss erreicht die Landwirte jedoch häufig erst dann, wenn das betrachtete Wirtschaftsjahr schon lange abgeschlossen ist.
Die Entwicklung der Leistung und der Kosten bis zur Direktkostenfreien Leistung sowie weiterer produktionstechnischer Kennzahlen im Vergleich der letzten Jahre wird in Tabelle 1 dargestellt.
Es wird die Situation des Betriebszweiges Milchvieh ohne Jungvieh betrachtet. Dieses wird in Auswertungen anderer Regionen teilweise anders gehandhabt. Damit ist ein Vergleich insbesondere der Kosten verschiedener Veröffentlichungen nur bedingt möglich. Bei den Werten handelt es sich um Bruttopreise, jeweils ohne Ansatz von Prämienzahlungen und kalkulatorischen Faktorkosten.
(Quelle, Ansprechpartner und weiterführende Informationen:
http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/1/nav/226/article/21278.html )
Milchpulver Kontrakte werden an der Eurex in Frankfurt gehandelt