Getreidemarkt mit Schwächen
LWK Niedersachsen, Hannover (08.02.11) - Ein durchaus schwunghafter Export von EU-Weizen hat die Lagerbestände schon erheblich reduziert. Zuletzt hat sich die Konkurrenzfähigkeit hiesiger Exporteure auf Grund der Dollarschwäche verschlechtert. Die Chancen im Wettbewerb insbesondere mit US- Lieferanten sind nicht mehr so gut wie im Herbst vergangenen Jahres. Selbst Lieferungen von US-Soft-Red-Winter als Futterweizen in die EU könnten sich jetzt rechnen. Da der europäische Futtergetreidemarkt nach wie vor recht aufnahmefähig ist wird er aber voraussichtlich weiter eher fest tendieren. Einfuhren dürften die Lage insofern nur etwas entspannen.
Die Ukraine hat 300.000 t Weizen aus eigenen Interventionsbeständen freigegeben. Davon sind 225.000 t schon verkauft worden. Der Absatz erfolgt offenbar größtenteils im Inland, obwohl der Export hierbei nicht ausgeschlossen sein soll. Zuletzt sollen die Ausfuhren von Weizenmehl gestiegen sein, nachdem auch die mehrfach angehobene Obergrenze für den Export von Weizen in Körnerform erreicht war. Ob es zu einer eventuellen erneuten Anhebung des Kontingents kommt, wird die ukrainische Regierung wahrscheinlich frühestens Ende März entscheiden, wenn der voraussichtliche Umfang der kommenden Ernte besser eingeschätzt werden kann.

Lage bei Ölsaaten bleibt angerspannt
Raps tendiert auch nach dem Auslaufen des Februar-Kontrakts wie erwartet weiter fest. Schnelle Lieferungen werden wesentlich höher gehandelt als kommende Ernte. Dazu trägt die Trockenheit in Argentinien, insbesondere aber auch Exportverzögerungen bei Lieferungen aus Brasilien bei. Die Sojabohnen und Sojaschrotimporte Chinas und anderer asiatischer Länder sind andererseits in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen.
(Quelle:
http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/6/nav/206/article/8351.html )