Info über Mitglied 'Richard Ebert'

Forum-Name: Richard Ebert
Mitglied seit: 2001-12-31 00:00:00
Firma: Richard Ebert AG
Name: Richard Ebert
Strasse: Schloss Str. 40
PLZ/Wohnort: 36151 Burghaun
Land:
Telefon: 06652-3326
Mobil:
Telefax: 06652-5060
EMail: Ebert@TerminmarktWelt.de
Internet: http://www.TerminmarktWelt.de
RMX-Forum.de - E-Mail -
   
  Sie möchten Ihre gespeicherten Daten ?


Forumbeiträge von Richard Ebert

Weizen: Knapp nach mässiger Ernte
Richard Ebert  Am: 07.09.2010 15:21:16 Gelesen: 2# 1
Bauernverband: Backweizen nach mäßiger Ernte knapp - Ein Fünftel weniger Roggen

Von Thorsten Winter

Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (06.09.10) - Die Qualität von Weizen oder Roggen hat in Hessen unter dem späten Regen im August gelitten. In der Folge wird Brotgetreide deutlich teurer. Das ist aber „kein Argument für höhere Brotpreise“, wie der Bauernverband sagt.

Die Ernteerträge sind in diesem Jahr in Hessen nicht so schlecht wie von Getreidebauern befürchtet. Zwar blieb der Anfang August vom hessischen Bauernverband geäußerte Wunsch unerfüllt, nach den ordentlichen Regenfällen in der zweiten Juli-Hälfte möge es in der Erntezeit warm und trocken bleiben. Die bisher eingebrachten Mengen an Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer oder Raps können sich jedoch noch sehen lassen. Kopfzerbrechen bereitet vielen Landwirten zwischen Kassel und dem Odenwald aber die mäßige Qualität. Vielerorts hat Getreide unter den Niederschlägen im August gelitten, wodurch Körner gekeimt haben und Mehlkörper zerstört worden sind.

Die Folge: „Backweizen ist knapp“, sagte ein Sprecher des hessischen Bauernverbands. Darauf reagiert der Markt auf seine Weise: An den Warenterminbörsen in Paris und Chicago klettern die Weizenpreise. Zuletzt wurden bis zu 240 Euro für eine Tonne Brotweizen gezahlt - im Herbst 2008 waren es lediglich rund 128 Euro gewesen. Futterweizen ist dagegen zuletzt wieder günstiger geworden, da das Angebot steigt. „Was keine Backqualität hat, geht ins Futter“, heißt es dazu beim Bauernverband. Derzeit werden 150 bis 170 Euro je Tonne gezahlt. Das ist jedoch immer noch deutlich mehr als im Herbst 2008, als es um die 120 Euro waren. Zehn Monate zuvor hatte Futterweizen allerdings noch 200 Euro je Tonne gekostet.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: -> http://www.faz.net/s/Rub5785324EF29440359B02AF69CB1BB8CC/Doc~E61DB5F0F77B14E5A85C913BF87ED0468~ATpl~Ecommon~Scontent.html)


 
Kartoffeln: Regenschauer unterbrechen die Ernte
Richard Ebert  Am: 07.09.2010 13:11:53 Gelesen: 20# 1
Unterdurchschnittliche Kartoffelerträge erwartet

LWK Niedersachsen, Hannover (03.09.10) - Die Rodungen waren zuletzt durch Regenschauer immer wieder unterbrochen. Es wird vorsichtig disponiert, um Qualitätsprobleme so weit wie möglich einzugrenzen. Mit einsetzender Wetterbesserung wird zur Haupternte die Einlagerung beginnen.

In erster Linie werden gegenwärtig noch regionale Packbetriebe beliefert. Überregionaler Versand von loser Ware findet dagegen nur begrenzt statt, auch weil aufgrund der Regenfälle in den vergangenen Tagen die Kartoffelernte vorübergehend zum Erliegen gekommen ist. Gerodete Partien müssen vorgetrocknet werden, da die Ware sonst nicht lagerfähig ist.

(Quelle: http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/6/nav/206/article/8351.html)


 
Getreide: Für Futterweizen wird sehr viel weniger bezahlt
Richard Ebert  Am: 07.09.2010 11:08:24 Gelesen: 96# 1
Feste Tendenz bei Brotgetreide

LWK Niedersachsen, Hannover (03.09.10) - Was jetzt noch von den Feldern zu holen ist, wird keine Brotweizenqualität mehr erreichen. Tendenziell kann sich deshalb die relative Schwäche bei Futterweizen in den Überschussgebieten noch fortsetzen. Viel nachgeben werden die Preise aber wohl auch dort nicht mehr. In den veredlungsintensiven Bedarfsregionen hat sich das insgesamt jetzt größere Futterweizenangebot bislang ohnehin kaum Preis senkend ausgewirkt. Dort rechnet man auch für die kommenden Monate nicht mit einem starken Preisrückgang.

Berichte über angebliche Erlöse für Futterweizen von 110,00 €/t sind irreführend und entsprechen keinesfalls der Marktrealität. Sie beziehen sich auf vor der Ernte geschlossene Terminverträge über Brotweizen, die jetzt aufgrund zu niedriger Fallzahlen nicht mit Brotweizenqualität erfüllt werden können. Käufer, die sich mit entsprechenden Mengen in der Weitervermarktung verpflichtet haben und daher zu Deckungskäufen zu dem jetzt höheren Marktpreis für Brotweizen gezwungen sind, halten sich offenbar in bestimmten Fällen jetzt in der Form schadlos, dass sie den mit niedriger Fallzahl gelieferten Weizen zu einen entsprechend niedrigeren Preis vergüten. Das kann zum gleichen Ergebnis führen wie die gesonderte Berechnung der Kosten des Deckungskaufs und insofern auch vertretbar sein, aber ein solcher „Futterweizenpreis“ ist dann ein Sonderfall und eben nicht marktkonform.

(Quelle: http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/6/nav/206/article/8351.html)


 
Biogas: Können gefährliche Krankheitserr. in Biogasanlagen überleben ?
Richard Ebert  Am: 07.09.2010 08:25:53 Gelesen: 137# 1
Können gefährliche pflanzliche Krankheitserreger in Biogasanlagen überleben?

Von Dr. Gerlinde Nachtigall, Pressestelle Julius Kühn-Institut

Humboldt-Universität zu Berlin präsentiert zusammen mit Projektpartnern (Julius Kühn-Institut, Universität Rostock, Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioenergie Beratung Bornim) Ergebnisse auf der 57. Deutschen Pflanzenschutztagung in Berlin.

(06.09.10) - Immer mehr nachwachsende Rohstoffe werden in Biogasanlagen vergoren. Die Rückstände aus diesen Gärungen, die Gärreste, sind für die Landwirtschaft wertvolle organische Dünger. Die verwendeten Pflanzensubstrate wie Weizen und Mais können mit gefährlichen Viren, Bakterien oder Pilzen infiziert sein. Die Krankheitserreger müssen durch die Gärung abgetötet werden. Sonst besteht das Risiko, dass der Landwirt die Erreger mit den Gärresten wieder auf dem Feld ausbringt und für die neue Aussaat ein hoher Infektionsdruck besteht. Welchen Einfluss die anaerobe Vergärung in Laborbiogasanlagen auf die Abtötung der Schaderreger hat, stellen die Projektpartner während der 57. Deutschen Pflanzenschutztagung in Berlin vor.

Insgesamt zeigen die Laborergebnisse, dass nicht nur die thermische Stabilität des Krankheitserregers selbst eine Rolle spielt, sondern ebenso das Substrat (ganze Pflanze oder Korn) und die Lagerzeit der Gärreste nach der Vergärung. Vor allem an Mais und Getreide als Substrat wurden verschiedene Fusarium-Arten (Taubährigkeit), Claviceps purpurea (Mutterkorn), Tilletia caries (Weizensteinbrand), Alternaria alternata (an Mais und Roggen) oder Sclerotinia sclerotiorum (Weißstängeligkeit an Raps) getestet.

Viele Erreger werden nach einer sechsstündigen Inkubation bei 37 Grad Celsius abgetötet (S. sclerotiorium, R. solani, F. avenaceum (bei Mais), F. verticillioides (bei Mais), T. caries, C. purpurea). Andere getestete pilzliche Erreger benötigten längere Inkubationszeiten und waren erst nach 24 bzw. 138 Stunden komplett abgetötet. Bei den meisten Pathogenen führte die Lagerung der Gärreste zu einer Verringerung der Vermehrungsfähigkeit der Sporen. So wurden nach vierwöchiger Lagerung bei allen getesteten pilzlichen Erregern an Mais und Getreide keine lebensfähigen Schadpilze mehr festgestellt.

Auch Clavibacter michiganensis ssp. sepedonicus, die bakterielle Ringfäule an Kartoffel, ein weltweit gefürchteter, unter Quarantäne stehender Pilz, wurde untersucht. Zwar ist die wirtschaftliche Bedeutung der Kartoffel als „Nachwachsender Rohstoff“ gering, aber das Risikopotenzial, das von dieser Krankheit ausgeht, ist extrem hoch. Aus den bisherigen Ergebnissen lässt sich nicht ableiten, dass die anaerobe Vergärung eine risikofreie Variante zur Verwertung von Kartoffelpartien ist, die mit der bakteriellen Ringfäule befallen sind. Der Kartoffelkrebs, Synchytrium endobioticum, - ebenfalls unter Quarantäne stehend - wurde selbst nach 138-stündiger Vergärung nicht vollständig inaktiviert. Auch eine anschließende Lagerung der Gärreste brachte keinen 100%igen Erfolg im Labor.

Die Überprüfung in Praxisbiogasanlagen steht jetzt an. Werden die Ergebnisse bestätigt, können Anforderungen an den Gärungsprozess formuliert werden, damit Gärreste hygienisch unbedenklich sind und Böden und damit Kulturpflanzen nicht zusätzlich mit Krankheitserregern infiziert werden.

Wissenschaftlicher Ansprechpartnerin:
Martina Bandte
Humboldt-Universität zu Berlin,
Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät, Fachgebiet Phytomedizin
Temporär: 14195 Berlin
Königin-Luise-Straße 19
Tel.: 030 8304-2536
martina.bandte[at]agrar.hu-berlin.de

Projektförderung durch Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., Gülzow, FKZ: 22013207, Laufzeit 01.10.2009 bis 30.04.2011

Vorträge und Poster zum Thema im Tagungsband zur 57. Deutschen Pflanzenschutztagung (Julius-Kühn-Archiv, Band 428, 2010):

Vorträge:
S. 289, 42-4
S. 289, 42-5

Poster:
S. 513, 274a
S. 514, 275
Weitere Informationen:
http://www.pflanzenschutztagung.de - Alle Informationen zur Tagung und Tagungsband

(Quelle: http://idw-online.de/pages/de/news384976)
 
Schweine: Verkauf am Kassamarkt verläuft zufrieden stellend
Richard Ebert  Am: 06.09.2010 23:24:02 Gelesen: 217# 1
Schweinebestand in Bayern bei 3,5 Millionen Tieren - Endgültiges Ergebnis der repräsentativen Erhebung über Schweinebestände

Schweine.net (06.09.10) - Nach dem endgültigen Ergebnis der Erhebung über Schweinebestände zum Stichtag 3. Mai 2010 wurden in Bayern rund 3 527 300 Schweine gehalten. Von diesen waren rund 30 Prozent Ferkel und rund 40 Prozent Mastschweine. Wegen der ab diesem Jahr geltenden Erhöhung der Erfassungsgrenzen auf Betriebe mit mindestens 50 Schweinen oder 10 Zuchtsauen sind Vergleiche mit Ergebnissen vorangegangener Erhebungen allenfalls eingeschränkt möglich.

Nach dem endgültigen Ergebnis der Erhebung über Schweinebestände zum Stichtag 3. Mai 2010 wurden in Bayern rund 3 527 300 Schweine gehalten. Von diesen waren, wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, 1 037 600 Tiere bzw. 29 Prozent Ferkel. Die Anzahl der Jungschweine lag bei 702 600 Tieren (ca. 20 Prozent). Der Zuchtschweinebestand umfasste 326 100 Tiere (ca. 9 Prozent), darin enthalten sind auch 6 000 Eber zur Zucht. Bei Mastschweinen wurden 1 461 000 Tiere ermittelt; dies entspricht einem Anteil von 41 Prozent am Schweinebestand insgesamt. Die Hälfte der Mastschweine (731 900 Tiere) wurde der Größenklasse zwischen 50 kg bis unter 80 kg Lebendgewicht zugeordnet, gut vier Zehntel (610 700 Tiere) hingegen derjenigen zwischen 80 kg bis unter 110 kg. Mit einem Gewicht von 110 kg oder mehr wurden rund 118 400 Mastschweine ausgewiesen.

Für die halbjährlich stattfindenden Erhebungen über Schweinebestände traf im Mai 2010 erstmals die Erhöhung der Erfassungsgrenze auf Betriebe mit mindestens 50 Schweinen oder 10 Zuchtsauen zu. Diese führt zu einer Entlastung von Haltern kleinerer Schweinebestände. Die mit rund 7 600 Betrieben ausweisbare Halterzahl ist damit allerdings - wie auch die Bestandszahlen - nicht mehr uneingeschränkt mit Ergebnissen aus früheren Erhebungen vergleichbar.

(Quelle: http://www.schweine.net/schweinebestand_in_bayern_bei_35_millionen_tieren.html)



Kassamarkt: Verkauf verläuft zufrieden stellend

Der Fleischabsatz gestaltet sich wieder freundlicher. Zwar mussten zuletzt leichte Spannenverluste hingenommen werden, der mengenmäßige Absatz verläuft nach Aussage der Fleischhändler zufrieden stellend. Insbesondere der Verkauf von Schultern und Schinkenteilen konnte sich verbessern.



Terminmarkt: Dezember Schweine minus 0,5 Cent

Am Terminmarkt wurden heute 2 Kontrakte Dezember Schweine mit einem Kursrückgang von 0,5 Cent auf 1,315 Euro gehandelt.


 
Milch: EMB will deutschen Milchmarkt regulieren / Butterkurse fest
Richard Ebert  Am: 06.09.2010 22:06:28 Gelesen: 29# 1
EMB fordert Mindestkriterien für Milch-Verträge

Topagrar.com (06.09.10) - Das European Milk Board (EMB) fordert Mindestkriterien für Kontrakte zwischen den Milcherzeugern und der Milchindustrie.

Dadurch werde die Marktposition der Milcherzeuger nicht weiter geschwächt, sondern tatsächlich gestärkt, erklärte EMB-Präsident Romuald Schaber. Er überreichte der französisch-deutschen Arbeitsgruppe zur Vertragsgestaltung im Milchsektor einen Zehn-Punkte-Kriterienkatalog.

Eine wichtige Bedingung sei, dass die gesamte vertraglich vereinbarte Menge zu einem definierten Preis je Abnehmer verkauft werde. Damit solle ausgeschlossen werden, dass Molkereien neben einem A-Preis einen unzumutbar billigeren B-Preis für die gleiche Milchqualität an Erzeuger zahlten, erläuterte Willem Smeenk, EMB-Vorstandsmitglied aus Frankreich.

Ein Zwei-Preis-System, das von der Milchindustrie ausgestaltet werde, könne dazu führen, dass das Preisniveau für die gesamte Milch nach unten gezogen werde.

Außerdem verhindere ein Zwei-Preis-System nicht, dass die Menge weiterhin weit über der kostendeckenden Nachfrage am Markt liege. Die Interessen von Milcherzeugern und Industrie seien unterschiedlich, stellte Smeenk fest.

Bestandteil des Katalogs ist zum Beispiel die Einrichtung einer Monitoringstelle, die die Produktionskosten regelmäßig erfasse und dafür mehr Markttransparenz sicher stelle. Verträge sollten außerdem nur zwischen Verarbeitern und unabhängigen Erzeugerorganisationen abgeschlossen werden können, nicht zwischen dem einzelnen Erzeuger und der Molkerei.

Das EMB bevorzugt einzelbetriebliche Lieferrechte auf Ebene der Produzenten statt einer Regelung der Mengenfrage durch die Molkereien.

(Quelle: http://www.topagrar.com/index.php?option=com_content&task=view&id=20482&Itemid=521#usercomments)



Der Aufwärtstrend für Oktober Butter beschleunigt sich

Terminmarkt: Oktober Butter steigt um 2 Prozent

An der Eurex wurde Oktober Butter heute um 75 auf 3.775 Euro herauf getaxt und notiert damit um 150 Euro höher als der nachfolgende Kontrakt auf Januar 2011 Butter. Oktober Milchpulver blieb bei unverändert 2.250 Euro.
 
Ferkel: Kommt jetzt ein heftiger Aufwärtsschwung wie in 2009 ?
Richard Ebert  Am: 06.09.2010 20:51:47 Gelesen: 224# 1
Sauenhalter in der Zwickmühle

Topagrar.com (03.09.10) - Viele Ferkelerzeuger fragen sich angesichts niedriger Erlöse und steigender Kosten, wie es weitergehen soll. Dr. Albert Hortmann-Scholten, Marktexperte der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, kommt zu folgendem Ergebnis:

Auch wenn die Ferkelpreise in den vergangenen Wochen deutlich unter Druck gekommen sind, ist nicht zu erwarten, dass sich die Preismisere des Katastrophenjahres 2007/08 wiederholt. Im Jahr 2009 kam es in der 45. Kalenderwoche bei einem Ferkelpreis von rund 34 € zu einem heftigen Umschwung. So etwas ist auch in diesem Jahr nicht auszuschließen. Schließlich haben viele Mäster neue Mastkapazitäten geschaffen, die eine zusätzliche Nachfrage erzeugen.

Überdies dürfte die zunehmende Diskussion um die so genannte „4-D-Strategie“ nordwestdeutscher Schlachthöfe die deutschen Ferkelerzeuger zusätzlich unterstützen. Denn diese nimmt insbesondere beim Fleischexport Richtung Asien eine immer größere Rolle ein. Außerdem wird sich langfristig spätestens ab dem Jahr 2012 vor dem Hintergrund der auslaufenden Übergangsfristen zur Gruppenhaltung eine positivere Ausgangssituation der Ferkelerzeuger ergeben. Schließlich dürfte das Gros der Betriebe in Süd- und Osteuropa nicht mehr die finanzielle Kraft haben, sich den neuen Haltungsanforderungen zu stellen, so dass sich spätestens dann eine wesentlich bessere Marktlage ergeben sollte.

(Quelle: Landwirtschaftliches Wochenblatt Westfalen-Lippe 35/2010)



Kassamarkt: Schwierige Vermarktung

Der Ferkelmarkt ist ausreichend versorgt und die vollständige Vermarktung bleibt schwierig. In dieser Woche dürfte es nochmals zu leichten Preisabschlägen kommen.



Terminmarkt: Umsatzlos

An der Eurex in Frankfurt wurden heute alle Termine umsatzlos auf Vortagsbasis taxiert und dies, mit Ausnahme des Frontmonats September, schon zum zweiten mal hintereinander.


 
Weizen: Russlands Ernte wird drastisch kleiner geschätzt
Richard Ebert  Am: 06.09.2010 16:32:11 Gelesen: 81# 15
Russland: Kein Weizenexport für ein ganzes Jahr

Von Eduard Steiner

DiePresse.com, Moskau (03.09.10) - Der russische Premierminister Wladimir Putin verlängert den Exportstopp für Weizen bis mindestens September 2011. Durch die Ernteausfälle nach der langen Dürre werden auch Obst, Gemüse und Beeren immer knapper.

Die dürrebedingten Ernteausfälle in Russland und Moskaus Reaktionen darauf führen zu immer größerer Nervosität auf den Märkten. Vor allem bei Weizen dreht sich die Preisschraube in Rekordhöhen. Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) schlug deshalb schon am Mittwoch Alarm.

Doch es kam noch dicker: Der russische Premierminister Wladimir Putin verlängerte nämlich das Exportverbot für Weizen bis mindestens September 2011: „Erst wenn die Ernte des nächsten Jahres eingefahren ist und Klarheit über die Getreidemenge herrscht, können wir die Aufhebung des Exportverbotes neu prüfen“, sagte er. Der Dezember-Kontrakt für US-Weizen stieg noch am Donnerstag um 1,7 Prozent und zog am Freitag weiter an.

„Zwei Jahre in Folge ohne russischen Export, das ist ein Grund, um ernsthaft unruhig zu werden“, sagte Abdolreza Abbasian, ein offizieller Vertreter der FAO. In den vergangenen Jahren hatte sich Russland zum viertgrößten Weizenexporteur der Welt aufgeschwungen. So wurden im Vorjahr 18 Mio. Tonnen exportiert, bei einer gesamten Getreideernte von 97 Mio. Tonnen. Die heurige Dürrekatastrophe wird laut aktuellen Prognosen nur 60 bis 65 Mio. Tonnen zulassen. Um den Eigenbedarf von etwa 78 Mio. Tonnen zu decken, muss auf eiserne Reserven zurückgegriffen werden.

Händler halten Ware zurück

Schon Mitte August beschloss Putin daher ein Ausfuhrverbot – mit einigen Ausnahmen wie humanitärer Hilfe. Nach ursprünglichem Plan sollte dies nur bis zum Jahresende dauern. Durch den kurzen Zeitraum hätte es keine Wirkung gehabt, rechtfertigt der stellvertretende Wirtschaftsminister Alexej Lichatschow das Verbot. Denn die darüber erzürnten Exporteure hätten ihre Verkaufsstrategie nicht geändert und einfach das Getreide bis zum Ablauf der Frist zurückgehalten. Im Inland halten Händler auch so das Getreide zurück, weil sie auf prognostizierte Preissteigerungen in Russland warten, erzählt ein Marktteilnehmer. Am meisten würden die Bauern verlieren.

Dazu komme die Schwierigkeit, den Weizentransport von der Exportroute weg umzulenken und neue Logistikrouten aufzubauen: von den südrussischen Gebieten, die von der Trockenheit nicht betroffen waren, in den ausgetrockneten zentralrussischen Schwarzerdegürtel. Die Eisenbahnen wurden von Präsident Dmitrij Medwedjew bereits beauftragt, die Transportkosten zu halbieren.

Und die Inflation? Alexej Uljukajev, der Vizechef der Zentralbank, spricht bereits von einem „Preisschock“, der drei bis sechs Monate andauern werde. Genaue Prozentsätze wollte er noch nicht nennen. Nach Meinung von Experten wird die Teuerung in diesem Jahr 8,5 Prozent betragen.

Rekordhalter im August war Buchweizen, der sich binnen eines Monates um ein Drittel verteuerte. Der Preis für Weizenmehl legte um elf Prozent zu.

(Quelle: http://diepresse.com/home/wirtschaft/eastconomist/592099/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do)


 
Schweine: Kommt Licht ins Dunkel der Sauen Notierungen ?
Richard Ebert  Am: 06.09.2010 14:27:16 Gelesen: 199# 2
VEZG ändert den Sauenpreis - mehr Transparenz bei der Schlachtsauenvermarktung

Schweine.net (02.09.10) - Im Gegensatz zum Markt für Schlachtschweine ist die Markt- und Preistransparenz am Sauenmarkt durch vielschichtige Vermarktungswege unbefriedigend. Dies hat mehrere Ursachen.

Weil bislang in der Sauenvermarktung in den meisten Fällen die tatsächlichen Vorkosten nicht offen und transparent ausgewiesen wurden, stellt die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ab heute, Donnerstag, den 2. September 2010 ihre Preisempfehlung auf eine neue Basis.

Wurde bislang von der VEZG der Ab-Hofpreis für Sauen ermittelt, wird ab Mitte August ein Preis frei Eingang Schlachtstätte festgestellt, der in Abhängigkeit der Vermarktungssituation des einzelnen Viehhandelsunternehmens die tatsächlich anfallenden Vorkosten zudem realistisch ausweist.

Der Landwirt erhält ab diesem Zeitpunkt auch einen wesentlich höheren Auszahlungspreis je kg Schlachtgewicht, muss aber dafür höhere Vorkosten in Kauf nehmen. Im Endeffekt werden hierdurch in der Sauenvermarktung weder höhere noch niedrigere Gesamterlöse erzielt. Durch die Umstellung soll vor allem die Verbesserung der Markt- und Kostentransparenz erreicht werden.

Neu ist auch, dass die VEZG die Schlachtschweinepreisfindung von der Schlachtsauennotierung zeitlich entkoppelt. Bereits am Donnerstagnachmittag erhalten die Sauenvermarkter Hinweise über die Marktlage und den Sauenpreis der Folgewoche. Die jeweils am Donnerstag herausgegebene Sauennotierung gilt wie bei den Schlachtschweinen für die Schlachtwoche von Freitag bis Donnerstag.


 
Ferkel: Die bittere Wahrheit über die desolate Lage am Markt
Richard Ebert  Am: 06.09.2010 12:30:22 Gelesen: 188# 1
Ferkelmarkt: Die bittere Wahrheit

Topagrar.com (02.09.10) - „Bei Marktkommentaren ist es auch bei desolaten Marktsituationen zumeist Usus, diese nicht beim Namen zu nennen. Stattdessen wird mit diskreten Worten umschrieben, was man eigentlich meint“, stellt Dr. Frank Greshake, Marktexperte der Landwirtschaftskammer NRW, in seinem aktuellen Kommentar zum Ferkelmarkt im landwirtschaftlichen Wochenblatt Westfalen-Lippe (35/2010) fest.

Im Grunde empfehle es sich aber, auch in Sachen Marktentwicklung Klartext zu reden. Das heiße: Die Situation ist desolat. Der Marktexperte weiter: „Der Absatz war in den letzten Wochen schon schwierig. Das lag nicht allein daran, dass das Angebot so hoch war. Allenthalben konnten die Mäster nicht ausstallen oder nur zu verringerten Schlachtgewichten, weil die Schweine nicht richtig wuchsen. Das hat zumindest den Schweinepreis hochgehalten. Das ist nun vorbei, wie der Absturz der Mastschweinepreise am vergangenen Wochenende gezeigt hat. Die Ställe werden jetzt zügiger geräumt. Aber das reicht noch nicht, um den Druck am Ferkelmarkt abzubauen.

Konsequenterweise setzt sich deshalb der Abwärtstrend bei den Ferkelpreisen weiter fort. Und das gilt bundesweit. Es ist schon verwunderlich, dass trotz der Vielzahl der neuen Mastställe das Ferkelangebot seit Wochen latent zu hoch ist. Zudem hält Deutschland jetzt unerfreulicherweise weltweit die Spitzenposition in Sachen Ferkelimport. 10 Mio. Ferkel sollen es in diesem Jahr werden. Und es könnten noch ein paar mehr kommen.

Diese Entwicklung steht übrigens im krassen Gegensatz zu der bei den Schlachtschweinen. Hier nehmen die Lebendimporte aus den Niederlanden und aus Dänemark deutlich ab. Sowohl niederländische als auch dänische Schlachtunternehmen haben in den vergangenen Monaten ihre Auszahlungspreise im Verhältnis zum deutschen Preis erhöht, um das Problem der „Preisflucht-Schweine“ und der daraus resultierenden leeren Haken in den Griff zu bekommen. Die Ferkel finden aber noch immer ihren Weg nach Deutschland. Dänemark könnte dieses Jahr mit 7 Mio. Stück auf den deutschen Markt drängen, die Niederländer mit 3 Mio. Das wäre ein Plus von etwa 7 %.

Die Mäster versuchen, den Druck vom Futtermarkt über den Ferkeleinkauf zu kompensieren. Dabei sollte man beachten: Die Ferkel waren im August 2010 etwa 9 € billiger als im August 2009. Die Futterpreise sind dagegen ca. 8 bis 12 pro Mastschwein gestiegen. Unterm Strich haben die Mäster also keine höheren Kosten. Insofern ist etwas mehr Ruhe bei aufgeregten Diskussionen angesagt.“

(Quelle: http://www.topagrar.com/index.php?option=com_content&task=view&id=20409&Itemid=520)



Steigende Futterkosten (Mais) / fallender Ferkelkurs / Preisverhältnis zueinander (blau)
 
Mais: Nach Regen gut erholt / Ertrag besser als zuletzt erwartet
Richard Ebert  Am: 06.09.2010 10:26:21 Gelesen: 51# 1
Mais hat sich nach Regen gut erholt

Landvolk Presse Dienst (02.09.10) - Für manche Maisanbauer ist der Entwicklungsstand der Pflanzen eine Überraschung: Die Reife ist nach einer Umfrage des Landvolkes Niedersachsen zum Teil deutlich weiter fortgeschritten, als nach dem bisherigen Witterungsverlauf anzunehmen war. Früh gesäte Bestände haben in den westlichen Landesteilen schon fast die optimale Erntereife für die Silierung erreicht. Damit könnte dort die Ernte früher als sonst beginnen.

Überwiegend wird der Mais aber die Siloreife voraussichtlich zum normalen Zeitpunkt im letzten Septemberdrittel bis Anfang Oktober erreichen. Positiv überrascht sind die Bauern auch davon, wie sich der Mais nach dem Regen erholt hat. Schlechte Startbedingungen im kalten Mai und massive Wachstumsdepressionen durch die Trockenheit im Sommer hatten Befürchtungen über erhebliche Mindererträge aufkommen lassen. Auf die Niederschläge hat der Mais aber mit zügigem Massenwachstum reagiert, so dass ein Großteil der Bestände doch noch einen zumindest durchschnittlichen Ertrag erwarten lässt. Allerdings ist der Kolbenansatz mitunter unbefriedigend, vor allem auf leichten Standorten mit besonders schlechter Wasserversorgung.

Weil in diesen Beständen kaum noch eine Nährstoffeinlagerung stattfindet, raten Experten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, mit der Ernte von solchem Mais nicht mehr lange zu zögern. Mit ihren wöchentlichen, auf Testflächen ermittelten Reifeprognosen geben sie auch Hilfestellung bei der Wahl des richtigen Erntetermins. Die Ergebnisse stehen im Internet unter http://www.lwk-niedersachsen.de. Silomais wird in Niedersachsen auf ungefähr 450.000 Hektar angebaut.

(Quelle: http://landvolk.net/Presseservice/LPD-Meldungen/2010/09/1034/Mais.php)


 
Kartoffeln: Stärkefabriken starten so spät wie noch nie
Richard Ebert  Am: 06.09.2010 08:21:16 Gelesen: 42# 1
Kartoffelstärkefabriken starten so spät wie noch nie

Landvolk Presse Dienst (02.09.10) - So spät wie noch nie haben die niedersächsischen Kartoffelstärkefabriken erst jetzt mit der neuen Verarbeitungskampagne begonnen. Schuld daran ist nach einer Umfrage des Landvolkes Niedersachsen das kalte Frühjahr mit verzögerter Auspflanzung der Kartoffeln; später hatten die Kälte im Mai und die anschließende Trockenheit das Wachstum ins Stocken gebracht.

Wo nicht beregnet werden konnte, erwarten die Bauern teils kräftige Ertragseinbußen. Dies könnte sich auch auf die Kampagnedauer der Stärkefabriken auswirken, wenn ihnen durch eine schlechtere Ernte weniger Kartoffeln zur Verfügung stehen. Erst jetzt nach dem Regen ist das Wachstum auf den Feldern wieder in Gang gekommen. Manche Bauern befürchten aber, dass dies auf Kosten der Stärkegehalte gehen könnte. Sie hoffen jetzt auf Sonne, die noch einmal Zuwachs bei den Inhaltsstoffen bringen soll. Schäden befürchten auch Anbauer im Emsland, deren Flächen durch Hochwasser überflutet sind.

(Quelle: http://landvolk.net/Presseservice/LPD-Meldungen/2010/09/1034/Kartoffel.php)


 
Weizen: Katastrophale Getreideernte
Richard Ebert  Am: 06.09.2010 06:01:24 Gelesen: 86# 82
Wetterkapriolen treiben Weizenpreis nach oben

Salzburger Nachrichten (30.08.10) - Die Wetterkapriolen lassen den Weizenpreis weiter steigen: Infolge der Wetterprognosen für Australien verteuerte sich an der Euronext in Paris der Weizen-Terminkontrakt für November um 2,5 Prozent auf 226 Euro je Tonne. Der Septemberkontrakt für US-Weizen stieg in Chicago auf 6,78 Dollar je Scheffel. Händler begründeten den Anstieg mit der Gefahr von Ernteausfällen im Westen Australiens.

Auch an der Hamburger Börse ist der Weizenpreis gestiegen, allerdings wegen anderer Wetterbedingungen: Nach heftigen Regenfällen in Deutschland hat der Hamburger Weizenpreis seinen höchsten Stand seit April 2008 erreicht, der Preis für die September-Lieferung von Brotweizen stieg um drei Euro auf 240 je Tonne.

„Wir hatten jetzt fast vier Wochen Dauerregen, und die Leute sind ernsthaft besorgt, dass die Qualität der Weizenernte gelitten hat“, sagte ein Händler. Zuletzt hatte die Jahrhundert-Dürre in Russland den Preis auf neue Höchststände getrieben.

(Quelle: http://www.salzburg.com/online/nachrichten/wirtschaft/Wetterkapriolen-treiben-Weizenpreis-nach-oben.html?article=eGMmOI8VdoOdaxePA76iLSUsuql5zfdRBj8ctih&img=&text=&mode=%A7ion=&)
 
Milch: Fonterra Magermilchpulver steigt um fast 16 Prozent
Richard Ebert  Am: 05.09.2010 22:17:23 Gelesen: 29# 1
Fonterra-Auktion: Preise schießen nach oben

Topagrar.com (03.09.10) - Bei der monatlichen online-Auktion der neuseeländischen Molkerei Fonterra gab es diese Woche einen kräftigen Preissprung: Im Schnitt legten die Preise für Milchbasisprodukte um 16,9 % zu. Das meldet Global Dairy Trade.

So schnellte der Preis für Vollmilchpulver auf 3.522 Dollar pro Tonne (etwa 2.737 €). Das ist ein Plus von 18,8 % gegenüber August. Magermilchpulver legte um 15,8 % auf 3.197 Dollar pro Tonne (etwa 2484 €) zu. Und auch bei den Milchfettprodukten (z.B. Butteröl) ging es mit einem Plus von 9,5 % auf 4.681 Dollar pro Tonne (3.638 €) deutlich nach oben. Paul Grave, Manager bei der Handelsplattform, sieht darin eine Festigung des Marktes gegenüber dem Vormonat.

Die nächste Handelsrunde wird bereits am 15. September eingeläutet, da ab jetzt zwei Auktionen pro Monat stattfinden.

(Quelle: http://www.topagrar.com/index.php?option=com_content&task=view&id=20475&Itemid=521)


 
Schweine: Sauen V-Preis vom 02.09.10
Richard Ebert  Am: 05.09.2010 20:03:16 Gelesen: 321# 8
Umrechnung / Verhältnis alter Sauenpreis zu neuer Sauenpreis ?

Die bisherigen Grafiken des "alten" Sauenpreises müssen der neuen Liefer- und Abrechnungsart angepasst werden. Zum Beispiel durch eine Erhöhung aller alten Preise um 12 Cent.

Ist dies korrekt oder hat jemand eine bessere / genauere Umrechnungsart ?

Schöne Grüsse, Richard Ebert


 
Getreide: Vermarktungsmodell ZG Karlsruhe
Richard Ebert  Am: 05.09.2010 18:17:06 Gelesen: 104# 2
@ riskmanager [#1]

Hallo Riskmanager,

ich würde mich gerne mehr mit diesem Angebot beschäftigen, aber ihre Informationen sind dafür nicht ausreichend.

Haben Sie vielleicht einen Link dazu ?

Schöne Grüsse, Richard Ebert
 
Mais: Wird 2010 zum Boomjahr ?
Richard Ebert  Am: 05.09.2010 13:42:59 Gelesen: 167# 9
@ SPOMI [#8]

Für den Getreidehandel gibt es die

http://www.getreideseiten.de

mit noch viel mehr Informationen, Diskussionen, Kursen und Charts. Die Getreideseiten, die laufend erweitert werden, sind kostenfrei bis zur Aufnahme des Weizen Terminhandels an einer deutschen Terminbörse, mindestens jedoch bis Ende Juni kommenden Jahres.

Schöne Grüsse, Richard Ebert
 
Raps: Regen verhindert die Aussaat
Richard Ebert  Am: 01.09.2010 12:28:07 Gelesen: 120# 17
@ Paule [#16]

An der Börse wird die Ernte 2011 etwa 5 % niedriger gehandelt (blau) als die der aktuellen Ernte.

Als Vergleich hier die Preise der Futures nach der Ente 2010 (schwarz) und nach der Ernte 2011 (rot):


 
Mais: Chinas Hunger treibt den Preis
Richard Ebert  Am: 01.09.2010 10:55:21 Gelesen: 103# 1
Chinas Hunger treibt den Maispreis - Neue Essgewohnheiten

Financial Times Deutschland, FTD (30.08.10) - Die Ernte im wichtigsten Herstellerland USA droht geringer auszufallen, gleichzeitig führt die Volksrepublik den Rohstoff im großen Stil ein: Maiskontrakte erreichen ein 14-Monatshoch.

Spekulationen um eine niedrigere Ernte in den USA und wachsende Importe nach China lassen den Maispreis steigen. Kontrakte zur Lieferung im Dezember kletterten an der Terminbörse Chicago Board of Trade (CBOT) zeitweise um zwei Prozent auf 4,445 Dollar je Scheffel (35,239 Liter). Das ist der höchste Wert für den aktivsten Kontrakt in Chicago seit Juni 2009.

Naturkatastrophen, widrige Wetterbedingungen und das Interesse spekulativer Investoren sorgen in den vergangenen Wochen bei einer Reihe von Agrarrohstoffen, darunter Weizen und Kakao, für teils heftige Preisbewegungen und -anstiege. Daher sind diese Märkte wieder stärker in den Fokus gerückt - auch wenn die Lage von der Situation während der letzten Lebensmittelkrise 2007 und 2008 weit entfernt ist.

Hintergrund des Preisanstiegs bei Mais sind unter anderem hohe Temperaturen und geringe Niederschläge in den Anbaugebieten der USA. In einigen Gegenden hat die Ernte deshalb früher begonnen als üblich, die Erträge sind hier etwas geringer als erwartet. Normalerweise wird Mais ab Anfang September geerntet. Die USA bestimmen den Markt als weltgrößter Produzent, Exporteur und Verbraucher maßgeblich. Vor rund zwei Wochen hatte das US-Landwirtschaftsministerium noch eine Rekordernte von knapp 13,4 Milliarden Scheffel vorausgesagt.

Chinas Maisimporte sind sprunghaft angestiegen

Gleichzeitig importiert China den Rohstoff massenhaft. Im Juli führte die Volksrepublik 193.896 Tonnen ein - nach nur 1298 Tonnen im Vorjahresmonat und 64.659 Tonnen im Juni. Eigentlich strebt China bei wichtigen Rohstoffen wie Mais Autarkie an und steckt hohe Summen in den Landwirtschaftssektor. Lange war das Land ein Exporteuer von Mais. Überschwemmungen, Dürren sowie Änderungen der Essgewohnheiten treiben die Nachfrage derzeit aber ernorm. Mit wachsendem Wohlstand essen die Chinesen mehr Fleisch - Mais ist ein wichtiges Futtermittel.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: -> http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/rohstoffe/:neue-essgewohnheiten-chinas-hunger-treibt-den-maispreis/50163151.html)


 
Weizen: Düngewert Stroh-Weizenpreis / Wie viel ist das Stroh wert ?
Richard Ebert  Am: 01.09.2010 08:34:16 Gelesen: 90# 12
Stroh ist wertvoller Rohstoff - Angesichts steigender Düngemittelpreise ist Stroh eine echte Alternative

rlv.de (25.08.10) - Die Getreideernte ist nach Angaben des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) zu großen Teilen im Rheinland eingefahren, nun liegen eckige und runde Strohballriesen auf den Feldern. Das Stroh schimmert nicht nur golden in der Sonne, seine Farbe kann auch finanziell Programm sein: Wird Getreidestroh vor allem zur Einstreu genutzt, gewinnt es als Düngemittel an Wert. Denn mit Anstieg der Getreidepreise ziehen auch die Preise für Düngemittel an.

Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mitteilt, kann Stroh zu einer echten Alternative für Düngemittel werden. Getreidestroh enthält große Mengen an Phosphat und Kali, die als Düngemittel nutzbar sind. Verteilt man das gehäckselte Stroh auf dem Acker, ist es rund ein halbes Jahr später zersetzt und kann dann als Dünger wirken. Im kommenden Frühjahr regen die Nährstoffe im Boden das Wachstum der Pflanzen an.

Stroh enthält nach RLV-Angaben rund 3 kg/t Phosphat und 14 bis 20 kg/t Kali. Dabei gelten auch bei Stroh die Regeln eines Naturproduktes, das heißt die Werte schwanken je nach Getreideart und Bodenbeschaffenheit. Wie RLV weiter mitteilt, erhöhe die Strohdüngung zusätzlich zu dieser positiven Nährstoffwirkung den Humusgehalt des Bodens. Eine ausgeglichene Humusbilanz sei für die Fruchtbarkeit des Bodens wichtig.

Eine noch stärkere Düngerwirkung enthält das Stroh, wenn es zur Einstreu verwendet wurde und als Mist tierischer Herkunft angereichert auf den Acker ausgetragen wird, betont der RLV. Dann kommen zu den Phosphat- und Kalimengen kommen rund 4,5 kg/t Natrium hinzu. Zudem enthält Stallmist nicht unerhebliche Anteile von nachhaltig wirkendem Stickstoff.

(Quelle: http://www.rlv.de/rlv_.dll?pageID=3762)
 
Schweine: Schlachtzahlen Nord-West um 12 % über Vorjahr
Richard Ebert  Am: 31.08.2010 23:58:44 Gelesen: 137# 1
Rumänien: Schwere Zeiten für Schweinehalter - Mastbetriebe kämpfen ums Überleben

Topagrar.com (31.08.10) - Jeder Rumäne konsumiert im Jahr rein rechnerisch betrachtet durchschnittlich ein halbes Schwein. Zur Deckung des Schweinefleischbedarfs der rund 21,5 Millionen Verbraucher in Rumänien werden jährlich etwa 11 Millionen Schweine geschlachtet beziehungsweise verarbeitet. Nach Angaben von AgE wird der inländische Bedarf an Schlachtschweinen und Rohfleisch aus heimischer Produktion und Importen gedeckt: Etwa 4 Millionen Tiere liefern Landwirte und private kleinbetriebliche Schweinehalter. Rund 2 Millionen Schweine erzeugen die 280 großen Mastbetriebe im Land. Zudem wird jährlich Rohfleisch von etwa 5 Millionen Schlachtschweinen importiert, vor allem aus anderen EU-Mitgliedstaaten.

Die großen rumänischen Mastbetriebe kämpften gegenwärtig mit großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten, da die Regierung ihnen keine direkten Subventionen mehr gewährt. Seit Jahresbeginn sollen bereits 20 Mastbetriebe in Konkurs gegangen sein. Bukarester Marktanalysten veranschlagen den Investitionsbedarf, um die rumänische Schweinehaltung auf einen modernen Leistungsstand zu bringen und konkurrenzfähig für den EU-Markt zu machen, auf umgerechnet rund 1 Mrd. Euro. Außerdem müssten in Rumänien noch manche Standards in der Schweinehaltung und im Bereich der Fleischverarbeitung an das Niveau der EU angepasst werden. Im Zusammenhang mit den Bemühungen der Bukarester Regierung um die Wiederzulassung rumänischer Schweineexporte in andere EU-Länder durch Brüssel stellte Agrarstaatssekretär Adrian Radulescu fest, dass bis zum Jahresende maximal 20.000 bis 30.000 Lebendschweine exportiert werden dürften.

(Quelle: http://www.topagrar.com/index.php?option=com_content&task=view&id=20366&Itemid=520)



Kassamarkt: Schlachtzahlen Nord-West um 12 % über Vorjahr

Mit einer Schlachtzahl von 748.000 wurde in der vergangenen Woche der vierthöchste Wert des Jahres erreicht. Die Vorwoche wurde um 20.000 übertroffen und der Vergleichszeitraum des Vorjahres um mehr als 80.000.

Auch in dieser Woche ist kein Rückgang der Stückzahlen zu erwarten. Obwohl die Schlachtbetriebe große Mengen aufnehmen, ist eine zeitnahe und vollständige Vermarktung nicht immer möglich.

Eine weitere Preisanpassung ist in dieser Woche nicht zu erwarten.

(Quelle: VR Agrarberatung)

Terminmarkt: Dezember Schweine in dieser Woche schon 4 Euro schwächer

Heute wurden an der Eurex 2 Kontrakt September Schweinezu unverändert 1,40 Euro, 3 Cent unter dem aktuellen V-Preis gehandelt.

Auffällig schwach sind seit Tagen Dezember Schweine (siehe oben), die heute um weitere 1,3 Cent auf 1,295 Euro nachgaben.

Der M 12 Index für Schweine gab um weitere 0,23 Cent auf 1,3857 Euro nach.

Der Ferkel Terminmarkt blieb umsatzlos. Dezember Ferkel wurden heute gleich um 2,50 auf das neue Jahrestief bei 35,30 Euro herunter getaxt (siehe Grafik unten). Der M 12 Index wurde um 16 Uhr mit minus 33 Cent bei 39,25 Euro errechnet.



Wie gehts weiter ?

Morgen wird der Preis der Internet Schweinebörse ermittelt. Wir hatten letzte Woche den Preis mit 1,51 Euro getaxt, nachdem der Verkäufer mit dieser Einnahme nicht zufrieden war und die Auktionen storniert.

Die Spanne im Fleischhandel hat sich nach dem Preisabschlag von 7 Cent am Freitag verbessert, so dass in dieser Woche eine Preisänderung unwahrscheinlich ist.


 
Milch: Höchster deutscher Milchpreis seit 21 Monaten
Richard Ebert  Am: 31.08.2010 22:35:35 Gelesen: 63# 1
Milchpreise: Seit Oktober 2008 erstmals über 30-Cent-Marke

Agrarheute.com / pd, München/Bonn (30.08.10) - In Deutschland sind die Milcherzeugerpreise im Juli weiter gestiegen und überschritten die 30-Cent-Marke. Der Bundesdurchschnitt lag nach Schätzungen der AMI bei 30,7 Cent je Liter.

Erstmals seit Oktober 2008 wurde somit im Juli 2010 die 30-Cent-Marke durchbrochen. Die Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) meldete damit für Milch mit standardisierten Inhaltstoffen (3,7 % Fett und 3,4 % Eiweiß) einen um gut einen Cent gestiegenen Auszahlungspreis gegenüber dem Vormonat (29,6 Cent je Liter).

Ausgewählte Molkereien des dlz agrarmagazins verzeichneten ebenfalls durch die Bank Preisanstiege. Bei 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß zahlt die Hohenloher Molkerei mit 33,3 Cent je Liter derzeit den höchsten Preis. Den niedrigsten Preis zahlt weiterhin Schwälbchen mit 29,6 Cent je Liter. Einen Anstieg des Auszahlungspreises von zwei Cent je Liter im Vergleich zum Vorjahresmonat melden die Molkerei Friesland Campina und Müller in Aretsried.

Stabile Preise erwartet

Obwohl sich die Milcherzeuger im Juli über höhere Milchpreise freuen konnten, ist in den nächsten Wochen von überwiegend stabilen Preisen auszugehen. Grund dafür sind die Märkte für Butter, Käse und Milchdauerwaren, an denen sich die Preise beruhigt haben.

Am Markt für Schnittkäse dagegen geht man von anziehenden Preisen aus, da das Niveau in den Vorjahreskontrakten sehr niedrig war. Zudem hoffen die Molkerein wegen der Trockenheit auf eine verstärkte Exportnachfrage aus Osteuropa.

(Quelle: http://www.agrarheute.com/erzeugerpreise_juli)



Terminmarkt: Oktober Milchpulver über Kassapreis

Die Aufwärtsbewegung des nahen Milchpulver Futures Oktober 2010 setzte sich heute in kleinerem Umfang fort, der Schlusskurs stieg um 50 auf 2.250 Euro (Grafik: rot) und übersprang damit den am Mittwoch vergangener Woche von der Eurex veröffentlichten Kassapreis (Grafik: schwarz).

Butter Futures wurden mit unverändert 3.625 Euro getaxt.


 
Weizen: Düngewert Stroh-Weizenpreis / Wie viel ist das Stroh wert ?
Richard Ebert  Am: 31.08.2010 21:17:28 Gelesen: 118# 11
Stroh bringt Bauern kleines Zubrot

burgenland.orf.at (31.08.10) - Nicht nur die Getreideernte ist im Burgenland abgeschlossen, sondern auch das Strohpressen. Bauern verdienen sich mit dem Verkauf von Stroh ein kleines Zubrot und das fällt aufgrund des Wetters heuer relativ gut aus.

Außergewöhnlich gute Erträge

Die massiven Niederschläge im Frühjahr und im Sommer haben das Getreide hoch wachsen lassen. Deshalb ist heuer eine überdurchschnittliche Strohmenge angefallen.

Im Durchschnitt bleiben auf burgenländischen Getreidefeldern an die 2.800 Kilogramm Stroh pro Hektar liegen. Heuer waren es sogar zwischen 3.000 und 4.000 Kilogramm - je nach Sorte und Kulturart, sagt Wolf Reheis von der Landwirtschaftskammer.

Stroh auch Dünger für den Boden

Allerdings müssen die Bauern gut kalkulieren, wieviel Stroh sie verkaufen und wieviel sie wieder in den Boden einarbeiten, damit es in Nährstoffe umgewandelt wird, so Reheis. Denn sonst müssten die Bauern Mineraldünger wieder teuer zukaufen.

Sieben Cent pro Kilogramm

Das burgenländische Stroh wird hauptsächlich in die Steiermark, nach Kärnten und nach Salzburg verkauft, wird aber auch in Ungarn nachgefragt. Der Strohpreis variiert von Strohhändler zu Strohhändler, bewegt sich aber um die sieben Cent pro Kilogramm, sagt Reheis.

Mengenmässig gut ist laut Reheis auch die heurige Heuernte ausgefallen. Sie ist aber noch nicht abgeschlossen.

(Quelle: http://burgenland.orf.at/stories/466489/)
 
Milchpulver: Neuseeland startet Vollmilchp. Weltkontrakt ab 08.10.2010
Richard Ebert  Am: 31.08.2010 16:59:48 Gelesen: 55# 2
NZX startet Vollmilchpulver-Future

Agrarheute.com / aiz, Wellington (30.08.10) - Die neuseeländische Börse, die New Zealand Stock Exchange (NZX), plant, den ersten weltweiten Futures-Kontrakt auf Vollmilchpulver mit Barausgleich am 8. Oktober auf den Markt zu bringen.

Bislang müssten alle Vollmilchpulver-Terminkontrakte mit einer physischen Lieferung gedeckt werden, was die Attraktivität für Marktteilnehmer verringert, die zum Auslaufen des Kontrakts nicht das Risiko eingehen möchten, auch wirklich physische Ware schicken zu müssen, erläuterte die Börse laut Dow Jones News in einer Mitteilung. Mit dem Barausgleich seien mehr Marktteilnehmer von außerhalb in der Lage, in den Future zu investieren, wenn der Kontrakt neu und noch illiquide ist, sagte NZX-Derivate-Managerin Kathryn Jaggard.

Diese Einschätzung bestätigte Doug Steel, Ökonom bei der Bank of New Zealand. Der Barausgleich öffne den Kontrakt für breitere Marktkreise, da sich die Investoren nicht mehr um Lagerung und Transport des physischen Produktes sorgen müssten.

Vollmilchpulver-Future: Der erste Rohstoffkontrakt an der NZX

Nach Ansicht der NZX-Managerin kann der Barausgleich für die Molkereibranche wichtig werden, da sich die Spezifikationen für Milchpulver aufgrund unterschiedlicher Sicherheitsstandards von Land zu Land unterscheiden. Doch mit dem Barausgleich wüssten die Marktteilnehmer genau, was sie zum Auslaufen des Kontrakts bekämen und was sie andererseits zu zahlen hätten. Der Vollmilchpulver-Future ist der erste Rohstoffkontrakt an der NZX. Analysten zufolge ist dies eine logische Wahl für die Börse, da dieses Produkt das wichtigste der Fonterra Co-Operative Group Ltd ist. Die in Auckland ansässige Kooperative sorgt für 30 Prozent der gesamten neuseeländischen Exporte und deckt 40 Prozent des weltweiten Handels mit Molkereiprodukten ab.

Kontrakte für Milchfett und Magermilchpulver geplant

Laut Jaggard plant die NZX, dem ersten Future mittelfristig weitere Kontrakte für getrocknetes Milchfett und Magermilchpulver folgen zu lassen. Referenzpreis für den Barausgleich bei den NZX Global Whole Milk Powder Futures wird den weiteren Angaben nach der globalDairy Trade WMPPreis des Molkereikonzerns Fonterra sein, der in einer entsprechenden Internetauktion festgestellt wird. Diese werde ab September zweimal pro Monat stattfinden und damit ihre Frequenz verdoppeln.

Mehr als 280 qualifizierte Bieter nehmen an der Aktion teil

An der Auktion nehmen bislang mehr als 280 qualifizierte Bieter in über 56 Ländern teil. Die globalDairy Trade-Notierung hat sich zum weltweiten Leitwert bei der Bepreisung von Molkerei-Rohstoffen entwickelt, sagte Jaggard. Zentrale Stelle für die Abwicklung und Abrechnung (Clearing) sämtlicher Kontrakte werde ein neues Clearing-Unternehmen sein, das von der New Zealand Clearing Ltd betrieben wird. Der Handel der Kontrakte finde über GlobalVision statt, die elektronische Handelsplattform der NZX. Zu den künftigen Marktteilnehmern im Vollmichpulver-Futures-Handel zählt Jaggard unter anderem Verarbeiter in Neuseeland, Australien, Europa und den USA, Händler von Molkereiprodukten sowie kleine, mittlere und große Abnehmer von Vollmilchpulver.

(Quelle: http://www.agrarheute.com/nzxvollmilch)
 
Kartoffeln: Unterdurchschnittliche Ernte erwartet
Richard Ebert  Am: 31.08.2010 14:48:43 Gelesen: 72# 1
Unterdurchschnittliche Kartoffelerträge erwartet

LWK Niedersachsen, Hannover (27.08.10) - Aufgrund der Witterungsverhältnisse tritt Erwinia auf. Um Problemen mit Retouren aus dem Wege zu gehen, nehmen einige Abnehmer nur noch vorgetrocknete Ware an.

Zur Belebung des Absatzes werden von verschiedenen Ketten Werbeaktionen mit unterschiedlichen Gebindegrößen gefahren.

Übergrößen sind aufgrund der eher mittelfallenden Knollen nur knapp bedarfsdeckend vorhanden. Daher können nicht alle Lieferanfragen, speziell nach Osteuropa, erfüllt werden.

In Erwartung eines auch für die Haupternte eher unterdurchschnittlichen Hektarertrages war das Preisniveau zuletzt insgesamt recht stabil. Ob das so bleibt, ist ungewiss. Während sich die abnehmende Seite durchaus schwächere Preise zur Haupternte vorstellen kann, möchten die Landwirte weiter von einem erzeugerfreundlichen Preisniveau profitieren.

(Quelle: http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/6/nav/206/article/7177.html)


 
Getreide: Von einem Wetterextrem ins andere
Richard Ebert  Am: 31.08.2010 12:43:38 Gelesen: 100# 1
Ernteschluss in Brandenburg - Von einem Extrem zum anderen

Agrarheute.com / pd, Teltow/Ruhlsdorf (30.08.10) - Auf knapp 504.000 Hektar wurde in Brandenburg Getreide angebaut. Die Getreideernte 2010 geht nun dem Ende entgegen. 2010 war ein Jahr der Extreme.

Nach einem langen Winter mit viel Schnee folgte ein kaltes Frühjahr mit wenig Regen, ein Mai mit zuviel Regen und sogar Nachtfrösten. Der Juni & Juli war knallig heiß und extrem trocken und im August lief wegen des Starkregens das Oderbruch und einige andere Gebiete zu.

Zu Beginn der Ernte konnte die Gerste noch mit guten Ergebnissen eingebracht werden. Auch der Raps konnte sich "noch sehen lassen". Danach verschlechterten sich die Ergebnisse wöchentlich. Der Regen der letzten Wochen macht die Felder unbefahrbar und die Kornfeuchte verhindert den Drusch.

Die größten Ertragsausfälle bei Roggen

Zirka 89.000 Hektar Weizen, Triticale und Roggen warten auf die Beerntung. Die Stroh- und Heubergung ist kaum möglich und die Aussaat von Winterraps verzögert sich. Mit einem mittleren Getreideertrag von 47,3 Dezitonnen pro Hektar liegt die Druschernte 2010 etwa 15 Prozent unter dem Vorjahreswert. Während die Gerste – als positive Ausnahme - nur 4,5 Prozent Verlust aufweist, sind bei Raps 14 Prozent , bei Weizen 13 Prozent und bei Triticale ca. 12 Prozent Verluste zu verzeichnen. Die größten Ertragsausfälle hat der Roggen. Hier bleiben die Erträge 27 Prozent unter dem Vorjahreswert. Pro Hektar wurden gut 13,2 Dezitonnen weniger geerntet als 2009 (ca. 273.000 Tonnen).

Preise seit dem Erntestart auf Erholungskurs

Die Erzeugerpreise sind seit dem Erntestart auf sehr hohem Niveau. Die Gründe dafür sind Ertragsausfälle wegen Dürre (China, Russland, Ukraine) oder Überflutung (Pakistan), reduzierte Ernteschätzungen (USA, Kanada) und das Getreide-Exportverbot von Russland. Je nach Kultur und Qualität macht das einen Zuwachs von mehr als 50 Prozent aus. Schlechte Ernteaussichten weltweit sowie die starke Anfrage nach Qualität lassen die Getreidepreise auch in den nächsten Monaten auf diesem hohen Niveaus verharren.

Qualitätsprobleme sind unausweichlich

Das derzeitige Preisniveau freut alle, die im Vorfeld keine Kontraktbindung eingegangen sind, denn nur die können jetzt von dem Preisniveau profitieren. Die guten Preise nutzen aber auch nur jenem Betrieb, der das Getreide auch in guter Qualität vom Halm bekommt. In vernässten Gegenden u.a. dem Oderbruch sind die Landwirte froh, wenn sie das Getreide überhaupt vom Acker runter bekommen. Derzeit sind in Brandenburg über 20.000 Hektar von Wasserschäden betroffen. Die Wetterextreme sind noch nicht vorbei. Es bleibt abzuwarten, was die nächsten Wochen bringen.

(Quelle: http://www.agrarheute.com/ernteschluss)


 
Boden: Ackerland in Veredelungsregionen wird teurer
Richard Ebert  Am: 31.08.2010 10:38:08 Gelesen: 92# 3
Agrarland auch in NRW teurer

LWK Nordrhein-Westfalen (26.08.10) - Die Preise für landwirtschaftliche Grundstücke sind in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr gestiegen. Der Durchschnittspreis lag mit 26 840 Euro je Hektar knapp 2,1 % über 2008 und ist damit der höchste Wert in den vergangenen sechs Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung der vom Landesbetrieb Information und Technik erstellten Statistik durch die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

2009 gab es in NRW rund 3 330 Verkäufe von landwirtschaftlichen Flächen. Davon entfielen knapp 46 Prozent auf die Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln. Der Regierungsbezirk Köln weist mit 29 Prozent den höchsten Anteil auf, gefolgt von den Regierungsbezirken Detmold mit 23 und Düsseldorf mit 16 Prozent.

Die Preise reichten von rund 34 400 Euro je Hektar im Regierungsbezirk Münster bis 20 260 Euro je Hektar im Regierungsbezirk Detmold. Insgesamt wurden 6 020 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche veräußert, das sind 2,6 Prozent weniger als 2008.

In den westfälischen Kreisen Coesfeld, Borken, Recklinghausen, Unna sowie in den rheinischen Kreisen Rhein-Kreis Neuss, Rhein-Erftkreis und Düren wurden mit Beträgen von 33 029 bis 40 905 Euro je Hektar die höchsten Kaufpreise notiert, da vor allem in den rheinischen Kreisen vorwiegend hochwertiges Ackerland veräußert wurde.

Die niedrigsten Kaufpreise von 11 140 bis rund 15 420 Euro verzeichneten die überwiegend durch Grünland geprägten Kreise im Siegerland, im Sauerland und im Bergischen Land sowie die Kreise Euskirchen und Lippe.

Im Bundesvergleich wird deutlich, dass in NRW seit Jahren unverändert die höchsten Bodenpreise gezahlt werden. Hier liegt der Kaufpreis knapp sechs Mal so hoch wie in Brandenburg. An zweiter Stelle rangiert weiterhin Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hessen.

Im Durchschnitt der neuen Länder wurden 5 944 Euro, in den alten hingegen 17 853 Euro je Hektar erzielt. Der Osten holt aber kräftig auf. So stiegen die Preise in den neuen Bundesländern in einem Jahr um fast 20 Prozent, in den alten dagegen nur um 4,5 Prozent.

(Quelle: http://www.lwk-nrw.de/presse/aa-2010-33-01.htm)
 
Weizen: Katastrophale Getreideernte
Richard Ebert  Am: 31.08.2010 08:30:33 Gelesen: 223# 81
Russlands Dürre als Chance für US-Bauern - Amerikas Weizenausfuhren könnten um einen Drittel steigen

Von Christiane Henkel, New York

Neue Zürcher Zeitung, NZZ (28.08.10) - Seit Russland den Getreideexport gedrosselt hat, ist der Preis für Weizen in den vergangenen Wochen um rund 50 Prozent nach oben geschossen. Er dürfte hoch bleiben, sofern sich die Dürre fortsetzt und damit auch die Ernte im nächsten Sommer in Russland in Gefahr gerät.

Wann wird es in Russland regnen? In Amerikas Hochburgen des Weizenanbaus schauen die Farmer derzeit die Wettervorhersagen für Russland an, das vor dem Hintergrund einer Dürre seine Weizenexporte für dieses Jahr eingefroren hat. Die amerikanischen Farmer müssen in diesen Wochen entscheiden, ob sie bei der bevorstehenden herbstlichen Aussaat des im kommenden Sommer zu erntenden Winterweizens die Anbaufläche für das Getreide ausbauen wollen.

Der Anreiz ist gross: Der Preis für Weizen ist in den vergangenen Wochen um rund 50% nach oben geschossen. Doch das Niveau wird sich möglicherweise nur halten lassen, wenn sich die Dürre fortsetzt und damit auch die Ernte im nächsten Sommer in Russland in Gefahr gerät; die ausgesäten Weizenkörner brauchen nämlich schon jetzt etwas Regen, damit sie im Frühjahr aufgehen können.

Unangefochtener Marktführer

Vorerst allerdings können die amerikanischen Farmer und Weizenhändler von der Angebotslücke von rund 9 Mio. t Weizen profitieren, die der russische Exportstopp in den Weizen-Welthandel gerissen hat. Die USA haben unter den grossen Weizenexporteuren dieser Welt besonders gute Chancen, in diese Lücke zu springen: Um rund einen Drittel oder 8,8 Mio. t auf 33 Mio. t wird der amerikanische Weizenexport im Vermarktungszeitraum 2010 (Juli) bis 2011 (Juni) steigen. Das schätzt das Landwirtschaftsministerium in seinem jüngsten «Wheat Outlook».

Neben dem russischen Exportstopp würden auch die geringeren Produktionsmengen weiterer Hauptkonkurrenten der USA – wie der EU-27-Länder, der Ukraine und Kasachstans – die Wettbewerbsstellung der USA stärken. Und weil die USA ausreichend grosse Lagerbestände an Weizen haben, könnten ab sofort neue Lieferverträge zu den derzeit sehr hohen Preisen abgeschlossen werden.

Die USA haben in der Periode 2008/09, dem letzten vollständigen Verkaufsjahr, mit 27,6 Mio. t rund die Hälfte des im Lande geernteten Weizens exportiert; Hauptabnehmer waren Japan (3,2 Mio. t), Nigeria (2,6 Mio. t), Mexiko (2,6 Mio. t), Ägypten (1,9 Mio. t) und Iran (1,8 Mio. t). Damit stehen sie weltweit unangefochten an der Spitze der Weizenexporteure, auch wenn der Marktanteil bei nur rund 10% liegt und die USA in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich Prozentpunkt um Prozentpunkt eingebüsst haben.

Für Amerikas Farmer hat Weizen in den jüngsten Jahren denn auch immer stärker an Bedeutung verloren. Die Anbaufläche, die sich mehrheitlich im sogenannten Weizengürtel von Süden nach Norden in der Mitte der USA und damit von Oklahoma und Kansas bis North Dakota und Montana erstreckt, ist von ihrem bisherigen Höchststand 1981 bis heute um rund einen Drittel auf etwa 63 Mio. ha gesunken. Produktivitätsgewinne bei Soja und Mais haben diese beiden Getreidearten zulasten von Weizen steigen lassen. Erleichtert wurden allfällige Landumschichtungen der Landwirte zudem durch eine veränderte Subventionspolitik, die nicht mehr wie bisher auf bestimmte Getreide- oder Gemüsearten abstellt.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: -> http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/die_usa_als_potenzieller_embargo-gewinner_1.7356330.html)


 
Schweine: Preisrutsch bei den Nachbarn / Ferkel: Beschleunigt abwärts
Richard Ebert  Am: 30.08.2010 21:05:32 Gelesen: 272# 1
Preisrutsch auch in den Nachbarländern

Der Schlachtschweinemarkt in Europa zeigt sich in der aktuellen Woche von einer uneinheitlichen Tenden geprägt, die Veränderungen bewegen sich zwischen plus 0,4 und minus 7 Cent. Während in Deutschland, den Niederlanden, Spanien, Belgien und Österreich die Notierungen nachgaben, stieg der Preis in Frankreich leicht an.

Der von den deutschen Schlachtunternehmen ausgelöste Preisrutsch auf dem deutschen Schweinemarkt hat auch in verschiedenen Nachbarländern zu Preisdruck geführt. In Spanien wird der Preisrückgang damit begründet, dass die Schlachtunternehmen ihre Marge verbessern wollen. In den Niederlanden wird das Minus mit dem deutlich gestiegenen Angebot an schlachtreifen Schweinen begründet, außerdem habe die dortige Notierung dem deutschen Preisrutsch folgen müssen.

(Quelle: ISW, Damme, auszugsweise)



Ferkel: Preisdruck verstärkt sich

Das Ferkel Angebot bleibt weiterhin umfangreich. Nach dem kräftigen Preisrückgang am Schlachtschweine Markt stehen die Ferkelpreise heute noch stärker als in der Vorwoche unter Preisdruck.

(Quelle: ISW, Damme)



In Baden-Württemberg sind die Ferkel 20 % günstiger als vor einem Jahr zu bekommen

Terminmarkt: Weiter leichter Abwärtstrend

Der Umsatz an der Eurex lässt weiter zu wünschen übrig. Ein Kontrakt September Schweine wurde zu 1,40 Euro gehandelt, 1 Cent niedriger als am Freitag und 3 Cent unter dem V-Preis der Vorwoche. Dezember Schweine wurden auf einem neuen Tief mit minus 1,7 Cent bei 1,308 Euro taxiert (siehe Grafik). Der M 12 Index gab um 0,39 Cent auf 1,3880 Euro nach.

September Ferkel schlossen bei einem gehandelten Kontrakt mit einem Verlust von 1,50 Euro bei 36 Euro auf einem neuen Tief. Die Verunsicherung scheint am Markt so groß zu sein, dass der höchste Kaufauftrag heute auf nur noch 31 Euro (!) zurückgenommen wurde (siehe Grafik). Der Index gab um 13 Cent auf 39,58 Euro nach.


 
Milch: Oktober Milchpulver fast 3 % über Vortag gehandelt
Richard Ebert  Am: 30.08.2010 19:47:45 Gelesen: 51# 1
Irland: Mehr Milch und höhere Preise

Topagrar.com (30.08.10) - Die irischen Milcherzeuger dürfen sich über höhere Auszahlungspreise freuen. Schätzungen gehen davon aus, das die Milchpreise 2010 gegenüber dem Vorjahr um mehr als 25 % auf durchschnittlich 29 Cent/l klettern, wie AgraEurope berichtet. Und das, obwohl die Milchmenge durch den höheren Milchauszahlungspreis, steigen und letztendlich Ende 2010 um 6 % höher liegen wird als im Vorjahr, prognostizieren Agrarforscher in einem Bericht.

Bei den Produktionskosten soll es hier kaum Veränderungen geben. Den sinkenden Düngemittelkosten stünden gestiegene Agrardiesel- preise und ein größerer Kraftfuttereinsatz gegenüber.

(Quelle: http://www.topagrar.com/index.php?option=com_content&task=view&id=20355&Itemid=521)



Terminmarkt: Milchpulver fast 3 % über Vortag gehandelt

Der Milchpulver Terminmarkt an der Eurex schloss heute mit einem Kursanstieg von rund 3 Prozent. Zunächst wurde Oktober Milchpulver um 37 Euro höher bei 2.175 Euro gehandelt, danach blieb der nahe Liefermonat sogar zu 2.200 Euro weiter gesucht und schloss mit einem Tagesgewinn von 87 Euro oder 2,9 %.

Aufgrund von Nachfrage auf höherem Niveau wurde Oktober Butter 50 Euro höher bei 3.625 Euro getaxt.


 
KTG Agrar: Ein Bauer geht an die Börse
Richard Ebert  Am: 30.08.2010 19:03:45 Gelesen: 108# 34
KTG Agrar profitiert von Preisexplosion

Boerse.ARD.de / lg (30.08.10) - Seit Jahresbeginn sind die Preise für Weizen, Raps und Mais um mehr als 50 Prozent gestiegen. Eine gute Nachricht für Landwirtschaftsunternehmen wie die börsennotierte KTG Agrar.

Das Hamburger Unternehmen dürfte von der Preisexplosion vor allem in der zweiten Jahreshälfte profitieren. Der wetterbedingte Mengenrückgang von rund zehn Prozent im Vergleich zur Rekordernte 2009 werde von den gestiegenen Verkaufspreisen mehr als ausgeglichen, teilte KTG Agrar am Morgen mit.

Ohne genaue Zahlen zu nennen, sagte KTG-Vorstand Siegfried Hofreiter, das Unternehmen werde 2010 seine Gesamtleistung und das Ergebnis erneut steigern. Damit widerholte er seine Aussagen vom Juni, wonach 2010 alles auf ein Rekordjahr hindeute.

Kräftiges Plus im ersten Halbjahr

Bereits im ersten Halbjahr konnte KTG sein Betriebsergebnis kräftig verbessern, um 21,3 Prozent auf 4,6 Millionen Euro. Der Konzernüberschuss stieg auf 2,1 Millionen Euro, ein Plus von 15,4 Prozent. Dabei ist die erste Jahreshälfte für Agrarunternehmen naturgemäß die schwächere. Im Fruchtanbau fallen die wesentlichen Kosten in den ersten Monaten eines Jahres an, während die Umsätze - und vor allem die Erträge - erst im zweiten Halbjahr generiert werden.

Im Biogassegment, dem dritten Kerngeschäftsfeld von KTG Agrar, stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr von 4,7 Millionen Euro um 38,4 Prozent auf 6,5 Millionen. Zum Ergebnis macht KTG keine Angaben. Die hohen Investitionen der vergangenen Jahre (KTG hat inzwischen 15 Anlagen in Betrieb) deuten aber darauf hin, dass dieses Segment noch in den roten Zahlen steckt.

Aktienkurs steigt

An der Börse kommen die Zahlen des Hamburger Unternehmens gut an. Die Aktie legt um mehr als zwei Prozent zu. Unter großen Schwankungen hat das Papier seit Jahresbeginn rund fünf Prozent zugelegt.

(Quelle: http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_460704)
 
Wahl zum beliebtesten Mitglied auf RMX-Forum.de
Richard Ebert  Am: 30.08.2010 11:45:28 Gelesen: 45# 1
64
 
Das RMX-Forum zieht ins Allgäu um
Richard Ebert  Am: 29.08.2010 20:50:16 Gelesen: 267# 1
Liebe Mitglieder der RMX-Seiten,

am kommenden Mittwoch, den 01.09.2010, ziehe ich um und kann meine nagelneue Wohnung in 88299 Leutkirch, Eggmannstraße 7, beziehen. Bitte notieren Sie diese Anschrift. Dort werde ich mich in den nächsten Wochen einrichten und wie gewohnt für das Forum arbeiten.

Schöne Grüsse, Richard Ebert
 
Schweine: ISN: Preisabschlag ist übertrieben und war nicht notwendig
Richard Ebert  Am: 29.08.2010 18:08:31 Gelesen: 235# 4
@ Saubauer2 [#3]

Gibt es eine Alternative zur ISN (Schweine Gewerkschaft) ? Verband Fränkischer Schweineerzeuger ist es nicht!

Die Zahl der deutschen Mastbetriebe dürfte bei 50 bis 60.000 liegen, die ISN vertritt davon 11.000 = 20 %.

- 80 % der Mäster sind nicht in der ISN organisiert. Warum, wenn die ISN gute Arbeit macht ?

- Wenn die Mäster aber nicht mit der ISN zufrieden sind, warum gründen sie nicht einen weiteren Verband ? Auch in anderen Branchen gibt es mehrere Vereinigungen, um gemeinsame Interessen durchzusetzen.

Schöne Grüsse, Richard Ebert
 
Getreide: Mühlenverband besorgt über die Preissteigerungen
Richard Ebert  Am: 28.08.2010 13:52:23 Gelesen: 176# 1
Kapriolen am Getreidemarkt - Besorgnis über Preissteigerungen und Qualitätseinbußen bei Brotgetreide - Sinkender Backwarenkonsum gefährdet Nährstoffbilanz

Berlin/Bonn( 26.08.10) - Das Wetter schlug in diesem Jahr viele Kapriolen. Der Winter war sehr kalt und lang. Anfang Juli wurde es dann in weiten Teilen Europas sehr heiß. Die Hitzewelle und erste Hinweise auf massive Ertragseinbußen lösten auf den Getreidemärkten eine regelrechte „Rallye“ aus. Dann beeinträchtigten kurz vor der Ernte auch noch Starkregen und Unwetter die Arbeiten. Die gedrückten Ernteaussichten weltweit sowie ein schwacher US-Dollar beförderten Ende Juli den Weizenpreis über die Schwelle von 200 Euro/Tonne, der nach einem Exportstopp Russlands noch auf 233 Euro/Tonne anstieg. Kostentreiber für den Getreidepreis sind zudem die weltweit geringeren Ernteerträge sowie währungsbedingte Exporte – Getreide ist nach der Finanzkrise wieder zum Spekulationsobjekt geworden: „Aus der aktuellen Situation auf den Getreidemärkten kommt allein auf die deutschen Mühlen eine Kostenlawine in einer Größenordnung von 800 Millionen bis 1 Milliarde Euro zu. Dies ist mehr als die Hälfte unseres letztjährigen Jahresumsatzes“, sagte Hans-Christoph Erling, Vorstandsvorsitzender des Verbandes Deutscher Mühlen e. V. (VDM) auf einer Pressekonferenz zum Getreide-Wirtschaftsjahr am 26. August 2010 in Berlin.

Problematische Brotgetreide-Qualitäten zu erwarten

Die diesjährigen deutschen Erntemengen bei Getreide werden deutlich unter dem Schnitt der letzten fünf Jahre liegen. „Die Müller sind in diesem Jahr mit so extrem großen Schwankungen in der Qualität des Brotgetreides konfrontiert wie seit langem nicht mehr. In einigen Regionen sind die Qualitäten zwar in Ordnung, in anderen gibt es jedoch regelrechte Totalausfälle“, berichtete Erling. Obwohl die Getreidepreise sich fast verdoppelt haben, ist die Abgabebereitschaft der Landwirte noch sehr verhalten. Offenbar spekulieren einige darauf, dass der Preis weiter steigen wird. Die Mühlen benötigen aber gute Qualitäten an Brotgetreide rund ums Jahr und müssen daher in den kommenden Monaten ganz besonders große Anstrengungen unternehmen, um die geeigneten Partien herauszufinden – und sich vielerorts auch über-regional oder international versorgen. Dies verteuert aufgrund der Frachtkosten für die Mühlen zusätzlich den Rohstoffeinstand. Mit Blick auf den Verbraucher sagte Erling: „Unsere Mühlen werden alles daran setzen, auch in diesem Jahr durch ihr Können und Hightech Mahlerzeugnisse in den gewohnten Backeigenschaften und den spezifizierten Qualitäten zu produzieren, wie sie Haushalte, Backgewerbe und Lebensmittelwirtschaft benötigen.“

Brotgetreide vs. Energiepflanzen – Nutzungskonkurrenz verschärft

Die Nutzungskonkurrenz zwischen Getreide für Nahrungsmittel auf der einen und Energieerzeugung auf der anderen Seite hat sich angesichts der Erntesituation wieder verschärft. Nach Angaben des Mühlenverbandes wird der Flächenbedarf für den Anbau von Getreide zu Energiezwecken zum Jahresende 2010 auf 15 Prozent der Ackerfläche geschätzt.

Diese Flächen sind dann für mehrere Jahre zu Ernährungszwecken ungeeignet. Einerseits kann auch die ausgedehnte Nutzung der Energiepflanzen Lücken bei der Energieversorgung in Deutschland nicht schließen. Andererseits wird die Lücke immer größer, die sich bei der Ernährung der steigenden Weltbevölkerung bei begrenzten Ressourcen auftut. Die Diskussion „Teller oder Tank“ ist nicht nur mit Blick auf die ausreichende Ernährung der Weltbevölkerung zu führen. „Wir sollten uns in Deutschland darüber im Klaren sein, dass die starke Förderung des Anbaus von Energiepflanzen eine Konkurrenzsituation zur Nahrungsversorgung schafft“, gab Erling zu bedenken.

Sinkender Backwarenkonsum gefährdet Nährstoffbilanz

Im abgelaufenen Getreidewirtschaftjahr 2009/10 betrug der durchschnittliche Backwarenverbrauch 82,4 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Mit dem leichten Rückgang von zwei Prozent (gegenüber dem Vorjahr: 84,2 kg) liegt dieser Wert erstmals seit den 1990er-Jahren unter dem langjährigen Mittel von 83,6 Kilogramm. „Diese Änderung der Konsumgewohnheiten ist ein Schritt in die falsche Richtung,“ erklärte der Ernährungswissenschaftler Dr. Heiko Zentgraf. Denn in einem gesunden Ernährungsplan sollen Kohlenhydrate die Hauptrolle spielen. Zu diesem Schluss kam jüngst die für Ernährung in der EU zuständige Expertengruppe, die Forschungsergebnisse von weltweit über 250 relevanten Studien gesichtet, kritisch geprüft und bewertet hat: Für den Hauptnährstoff Kohlenhydrate gelten danach durchschnittlich 52,5 Prozent Anteil an der Gesamtnährstoffmenge als gesundheitsförderliches Ziel – unter Berücksichtigung des individuellen Energiebedarfs und unterschiedlicher Verzehrgewohnheiten in den EU-Staaten. Fast überall in Europa liegt der Kohlenhydratanteil bislang zu niedrig, obwohl der Zuckerverbrauch meist unerwünscht hoch ist. Auch in Deutschland erreichen drei Viertel der Männer und die Hälfte der Frauen bei den Kohlenhydraten nicht einmal die 50-Prozent-Marke.

Stärkereiche Lebensmittel für „Gesundheit mit Geschmack“

In der täglichen Ernährungspraxis ist daher stärkereichen Lebensmitteln der Vorzug zu geben. „Damit werden Getreide, Mahlerzeugnisse und Backwaren zu Schlüsselprodukten für die Umsetzung der EU-Empfehlung“, erläuterte Dr. Zentgraf: „Mehr Brot, Kleingebäck und Getreideflocken sowie Pasta, Pizza und Polenta.“

Um mit den täglichen Konsumgewohnheiten in Richtung der Ernährungsem-pfehlungen umzusteuern, genügt bereits eine Steigerung des Kohlenhydratanteils aus Getreideprodukten um fünf Prozentpunkte – mit einem jährlichen Backwarenkonsum von durchschnittlich 90 Kilogramm als Ziel. Das kann in der Praxis als „Gesundheit mit Geschmack“ leicht umgesetzt werden, denn es bedeutet: Einfach täglich eine halbe Scheibe Brot mehr essen!

Vom Feld auf den Teller: Mühlen und Mehl sind zentraler Teil der Ernäh-rungskette

600 deutsche Mühlen vermahlen Jahr für Jahr rund acht Millionen Tonnen Weizen und Roggen. Ihre Mahlerzeugnisse – Mehl, Schrot, Kleie, Vollkornprodukte – sind die Grundlage für die unerreichte Vielfalt von Brot und Backwaren in Deutschland. Mit rund 6.000 Beschäftigten erwirtschaften die Mühlen einen Jahresumsatz von nahezu zwei Milliarden Euro. Der Verband Deutscher Mühlen (VDM) mit Sitz in Bonn vertritt ihre Interessen.

(Quelle und Kontakte: http://www.muehlen.org/meldung+M5ce70ea9c7a.html)


 
Kartoffeln: Neuseeländische könnten australische Industrie zerstören
Richard Ebert  Am: 28.08.2010 11:36:29 Gelesen: 78# 1
Neuseeländische Kartoffeln könnten australische Industrie zerstören

Fruchtportal.de (26.08.10) - Die aus Neuseeland importierten Kartoffeln könnten das Überleben der australischen Kartoffelindustrie bedrohen, wenn sie in dem Land zugelassen werden, sagte der Geschäftsführer von Ausveg, Richard Mulcahy. Neuseelands Kartoffelindustrie wurde durch die als “Zebra Chip” bekannte Krankheit geschädigt, die wegen der schwarzen Streifen, die auf den befallenen Kartoffeln auftreten, so genannt wird. Obwohl es keine gesundheitlichen Risiken gibt, verhindern die durch “Zebra Chip” verursachten Streifen, dass die befallenen Kartoffeln verkauft werden.

”Das hat das Potential einer Katastrophe für die australische Kartoffelindustrie und ich muss sagen, dass ich über den Mangel an Würdigung der Tragweite dieser Situation durch 'Biosecurity Australia' in den Diskussionen, die wir mit ihnen hatten, sehr überrascht war”, sagte Mulcahy. Das Landwirtschaftsministerium 'Biosecurity New Zealand' (MAFBNZ) hat für Frischkartoffeln (Solanum tuberosum) für die Verarbeitung förmlich um erneuten Marktzugang unter einem Arrangement mit unter Quarantäne genehmigten Vorraussetzungen, “Quarantine Approved Premise Arrangement” (QAP), nach Australien gebeten. “Während 'Biosecurity Australia' sagt, dass diese Kartoffeln, wenn sie zugelassen werden, nur unter einem Sicherheitsystem genehmigt werden würden, warnen Wissenschaftler die Industrie, dass die Risiken einfach zu groß sind”, sagte er.

”Tatsache ist, dass wir noch nicht wissen, wie diese Krankheit Neuseeland erreichte. Bei allem Respekt für unsere Kollegen in Neuseeland, es wäre äußerst töricht von der Australischen Regierung, den Import der Kartoffeln für die Verarbeitung aus Neuseeland zu genehmigen.” Die “Zebra Chip”-Krankheit (verursacht durch die Tomaten-Kartoffel-Psyllid) hat in Neuseeland weitverbreitete Zerstörung verursacht (2008/09). Davor wütete sie in den USA, was die internationale Katoffelindustrie Millionen Dollar kostete.

(Quelle: sl.farmonline.com.au / http://www.fruchtportal.de/newsarchiv/2010-08-26/lesen/28228/Neuseelaendische-Kartoffeln-koennten-australische-Industrie-zerstoeren)
 
Weizen: Düngewert Stroh-Weizenpreis / Wie viel ist das Stroh wert ?
Richard Ebert  Am: 28.08.2010 09:26:28 Gelesen: 340# 6
@ Saubauer2 [#5]

Ich muss mal dumm nachfragen: Was spielt die schöne goldgelbe Farbe beim Preis für eine Rolle ?

Schöne Grüsse, Richard Ebert
 
Schweine: ISN: Preisabschlag ist übertrieben und war nicht notwendig
Richard Ebert  Am: 27.08.2010 20:15:57 Gelesen: 516# 1
ISN (27.08.10) - Das Angebot an schlachtreifen Schweinen fällt weiterhin umfangreich aus und belastet die Marktsituation. Nachdem die Schlachtzahlen bereits in der vergangenen Kalenderwoche erstmalig seit 10 Wochen die Millionengrenze überschritten hatten, wird für die laufende Woche mit einer nochmaligen Steigerung gerechnet.

Die Forderungen der Schlachtbetriebe nach deutlichen Preissenkungen am Schlachtschweinemarkt sind in den letzten Tagen immer lauter geworden. Begründet wird dies mit dem umfangreichen Angebot und den nicht zufrieden stellenden Erlösen beim Fleischverkauf.

Mit ihren Forderungen sind die Schlachtbetriebe jedoch deutlich übers Ziel hinaus geschossen. Die Vermarktung der Schlachtschweine verläuft trotz der umfangreichen Mengen weitgehend ohne Stockungen. Außerdem wird die Situation in unseren Nachbarländern nicht so negativ eingeschätzt wie hier. Und schließlich gelangen auch die Kalkulationen der Landwirte angesichts deutlich gestiegener Futterkosten in die Verlustzone.

Tendenz für die nächsten Tage: Unsicher.

(Quelle: ISW, Damme, auszugsweise)



Terminmarkt: Abwärtstrend setzt sich fort

An der Eurex wurden heute 5 Schweine Futures gehandelt. Der M 12 Index gab um 0,29 Cent auf 1,3919 Euro nach. September Schweine wurden 1 Cent niedriger bei 1,41 Euro taxiert, Dezember Schweine gaben um 1 Cent auf 1,325 und Juni Schweine um 1 Cent auf 1,47 Euro nach.



Am Ferkel Terminmarkt wurden je 3 Kontrakte der Laufzeiten Januar, Februar und März 2011 gehandelt, wobei sich die Kurse zwischen plus 20 Cent (Januar/Februar) und Minus 1,50 Euro auf 42 Euro (März) veränderten. Der M 12 Index für Ferkel gab um 9 Cent auf 39,72 Euro nach.



Heute vor drei Wochen wurde dem Ferkel Verkäufer 47 Euro bezahlt, heute waren nur noch 42 Euro erhältlich.

Wie könnte es weiter gehen ?

Ob sich die Situation der Schlachtbetriebe durch den erheblichen Preisabschlag erheblich verbessert hat, ist nach ersten Meldungen fraglich. Keinesfalls besser wurde das Wetter, in Deutschland werden die Grillfeste überwiegend im Regen und Gewitter stecken bleiben.

Dennoch: Die Spanne sollte sich verbessern, die Exporte nach Osteuropa werden besser abzusetzen sein und in Nordrhein Westfalen enden die Sommerferien.

Jahreszeitlich dürfte der V-Preis, von einer kurzen Erholung im November abgesehen, bis Mitte Januar kommenden Jahres auf 1,15 Euro fallen (rote Linie). Am Terminmarkt hingegen werden erheblich höhere Kurse erwartet. Der April 2011 Kontrakt notiert z.B. bei 1,425 Euro, der theoretische nur bei 1,28 Euro, eine Differenz von 14 Cent.

Für die kommende Woche ist aus heutiger Sicht eine Änderung des V-Preises unwahrscheinlich.


 
Milchpulver: Neuseeland startet Vollmilchp. Weltkontrakt ab 08.10.2010
Richard Ebert  Am: 27.08.2010 18:14:05 Gelesen: 105# 1
Bisher liefern sich die Terminbörsen in Frankfurt und Chicago ein Wettrennen um den erfolgreichsten Milchpulver Terminkontrakt. Nach der Terminbörse Paris (angekündigt für das 3. Quartals 2010) greift jetzt auch die Terminbörse Neuseeland ein und startet am 08.10.2010 einen Milchpulver Terminmarkt:

---

NZX Launch Date For Global Whole Milk Powder Futures

26/08/10 - NZX has announced that it is launching its Global Whole Milk Powder Futures ("WMP") contract on 8 October 2010.

NZX Global Whole Milk Powder Futures will be a vital tool for the dairy industry worldwide to manage price risk in the most heavily traded milk powder product in the world.

"Demand for NZX Global WMP Futures has been very strong, particularly from offshore, and we have timed this launch to ensure all participants are ready to support trading from day one," said NZX CEO Mark Weldon.

"New Zealand has proven we are good at dairy. It's what we do. The world recognises this, and now we are bringing the world a tool that is made in New Zealand, globally relevant and built in response to global demand, matching the growing demand for the physical WMP commodity itself," said Weldon.

The NZX contract will be cash settled, providing the market with a simple and efficient risk management tool that does not rely on complicated physical delivery methods.

"The feedback we received from the global dairy industry confirmed that a physically delivered futures contract on globally traded dairy commodities is far from ideal. The overwhelming preference is for cash settlement," said NZX Head of Markets Fiona Mackenzie.

"We owe a huge thanks to the dairy industry in New Zealand and worldwide for their input and support in the development of this product. It is through this support that we have been able to develop a truly global set of dairy risk management tools," said Mackenzie.

NZX would also like to acknowledge the part played by the New Zealand government and officials in enabling this market to be established.

NZX Dairy Futures will be traded on the NZX electronic platform, GlobalVision, and centrally cleared through the new clearing house, operated by New Zealand Clearing Limited.

NZX will bring to the markets a supporting suite of futures and options products throughout 2010 and 2011.

For more information on how dairy futures work, go to http://www.nzxgroup.com/

If you would like to understand the mechanics of a clearing house, and futures and options, visit http://blog.nzx.com/



Knappheit an Milchprodukten in Russland

AIZ / Topagrar.com (27.08.10) - Die extreme Trockenheit in Russland macht sich nun auch auf dem russischen Milchmarkt bemerkbar. Der Vorsitzende des Nationalen Milchproduzentenverbandes, Andrej Danilenko, schließt ein Marktdefizit an Milchprodukten nicht aus, wie die das agrarische Informationszentrum berichtet.

Die Preise für die Milcherzeugnisse haben sich in den ersten drei Augustwochen je nach Produkt um 3 bis 18% erhöht. Danilenko machte jedoch deutlich, dass die Preiserhöhungen nicht allein auf die Dürre und die gestiegenen Getreidepreise zurückzuführen seien. Vielmehr bestünden Versuche, die Naturkatastrophe als einen Anlass für Preiserhöhungen im Milchsegment auszunutzen.

Weitere Gründe für das Defizit an Milchprodukten sieht Danilenko in der erhöhten Nachfrage nach Molkereierzeugnissen, die 2010 um mehr als ein Zehntel gestiegen sei. Weißrussland könne mit der Lieferung von Molkereierzeugnissen unterstützend eingreifen.

(Quelle: http://www.topagrar.com/index.php?option=com_content&task=view&id=20331&Itemid=521)



Terminmarkt unverändert

An der Eurex Frankfurt schloss Butter unverändert bei 3.575 und Milchpulver bei unverändert 2.138 Euro.
 
Kommt die neue Grundsteuer auf Basis der Gebäudeflächen ?
Richard Ebert  Am: 27.08.2010 15:15:41 Gelesen: 49# 6
Konzepte der Länder bedeuten Steuererhöhungen für die Landwirte - Deutscher Bauernverband wendet sich gegen Mehrbelastungen bei der Grundsteuer

Bauernverband.de (26.08.10) - Der Deutsche Bauernverband (DBV) befürchtet bei einer Reform der Grundsteuer erhebliche steuerliche Mehrbelastungen für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum, sollte eines der beiden aktuell diskutierten Reformkonzepte aus den Bundesländern umgesetzt werden. Im Jahr 2008 lag das Aufkommen der Grundsteuer A (Land- und forstwirtschaftliche Betriebe) bei 355 Millionen Euro. Das Gesamtaufkommen der Grundsteuer lag bei 10,8 Milliarden Euro. Eine Reform der Grundsteuer darf nicht zu Steuererhöhungen durch die Hintertür führen, forderte der DBV. Die nachdrückliche Anmahnung einer Neubewertung seitens der Bundesfinanzhofes wegen der lange zurückliegenden Feststellungszeitpunkte 1964 bzw. 1935 und der darauf beruhenden Wertverzerrungen muss aber ernst genommen werden, so der DBV.

Der DBV hält nach einer ersten Analyse beide von den Ländern vorgelegten Modelle für die Landwirtschaft nicht tragbar. Im Modell der "Südländer" Baden-Württemberg, Bayern und Hessen sollen landwirtschaftliche Gebäude (Scheunen, Ställe) gleich wie gewerbliche Gebäude besteuert werden, ohne zu beachten, dass in landwirtschaftlichen Gebäuden teilweise nur geringe Erträge erzielt werden können. Deswegen könnte sich die Grundsteuer für einen durchschnittlichen landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetrieb in etwa verdreifachen, befürchtet der DBV. So könnte für eine alte, kaum nutzbare Scheune im Dorf mit 500 m² Grundfläche bei üblichen Hebesätzen plötzlich eine Grundsteuer von 600 oder 700 Euro fällig werden. Ein Schuppen eines Landwirtes wird so behandelt wie ein Kaufhaus in der City. Land- und forstwirtschaftliche Flächen sollen in diesem Modell hingegen nicht mehr besteuert werden.

Einen anderen Ansatz verfolgt der Vorschlag von Berlin, Bremen, Niedersachsen, Sachsen und Schleswig-Holstein. Diese Länder schlagen eine Neubewertung auf Basis von Verkehrswerten bzw. örtlichen Bodenrichtwerten vor. Landwirtschaftliche Flächen und Gebäude würden dann nicht mehr wie bisher nach Ertragswerten, sondern nach fiktiven Veräußerungswerten bewertet. Dies würde nach Einschätzung des DBV nicht nur zu einer aufwändigen und im Bereich der Landwirtschaft wenig repräsentativen Bewertung, sondern vor allem zu untragbaren Mehrbelastungen führen.

Der DBV hält es für sinnvoll und geboten, die Grundsteuer für land- und forstwirtschaftliche Betriebe weiterhin anhand der nachhaltigen Ertragsfähigkeit zu bemessen. Auch muss beachtet werden, dass heutigen die land- und forstwirtschaftlichen Einheitswerte für viele Regelungen im Steuer-, Sozial- und Privatrecht als Bemessungsgrundlage verwendet werden.

(Quelle: http://www.bauernverband.de/index.php?redid=152813&mid=345224)
 
Weizen: Russlands Ernte wird drastisch kleiner geschätzt
Richard Ebert  Am: 27.08.2010 13:18:40 Gelesen: 163# 14
Russland: Exportverbot trifft auf Widerstand russischer Getreidebetriebe

Proplanta.de, Stuttgart/Hohenheim (26.08.10) - Das verhängte Exportverbot Russlands für Getreide und Mehl trifft laut russischem Anbauverband bei russischen Farmern keineswegs auf ungeteilte Zustimmung.

Denn durch die weltweit gestiegenen Getreide- und Ölsaatenpreise würden auch Düngemittel- und Kraftstoffpreise mit nach oben gezogen, was die Betriebsmittelausgaben in der kommenden Kampagne erhöhen dürfte.

Durch das Exportverbot können die Erzeuger nicht oder nur eingeschränkt von dem Preisboom am Weltmarkt profitieren, die kommende Aussaat würde durch steigende Betriebsmittelausgaben erschwert, beklagen vor allem die Ackerbaubetriebe.

Das Exportverbot wurde verhängt, um in erster Linie den Preisanstieg für Getreideprodukte in Russland abzubremsen. Vielen viehhaltenden Betriebe sichert der Exportstopp dagegen das Überleben, heißt es dazu weiter. Offenbar ist damit zu rechnen, dass die russische Regierung das verhängte Exportverbot über den Jahreswechsel hinaus verlängert.

Russland: Vage Gerüchte über Getreideimporte Russlands

Wegen der Missernte Russlands sind Getreideimporte nach Einschätzung russischer Handelsunternehmen nicht auszuschließen. Das russische Unternehmen Rusagotrans erwartet Importe von 1,5-1,8 Mio. t Getreide, darunter 1 Mio. t Weizen vor allem aus Kasachstan sowie 0,3 Mio. Gerste aus der EU-27 und 0,25 Mio. Futtergetreide aus Weißrussland.

Darüber hinaus wäre offenbar der Zukauf von 0,3 Mio. t Mais geplant. Insbesondere im Futtersektor zeichne sich ein Defizit von 25-30 % des Verbrauchs ab, berichtet der amerikanische Getreideverband Grain-Union. Die russische Presse berichtete sogar, dass die russische Regierung bis zu 5 Mio. t Getreide aus den ehemaligen GUS-Staaten - überwiegend aus Kasachstan - beziehen will.

Kasachstan hätte bereits signalisiert, in dieser Kampagne bis zu 8 Mio. t Getreide zu exportieren. Angesichts der hohen Exportquote Russlands bei Getreideausfuhren und Lagerbeständen aus der vorherigen Ernte halten Insider derartige Annahmen doch für sehr realitätsfern. Vielmehr rechnen sie damit, dass Russland in diesem Wirtschaftsjahr komplett als Getreideexporteur ausfällt und die Ukraine und auch Kasachstan nur in eingeschränktem Umfang Getreide exportieren werden.

(Quelle: http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Pflanze/Russland-Exportverbot-trifft-auf-Widerstand-russischer-Getreidebetriebe_article1282824790.html)
 
Die Preise für Schweinebäuche an der Börse Chicago explodieren !
Richard Ebert  Am: 27.08.2010 11:42:57 Gelesen: 170# 6
Da ich gerade auf den in Beitrag [#1] genannten Beitrag aus dem Handelsblatt vom 12.08.10 gestoßen bin, möchte ich ihn hier ins Forum stellen:

Die Mutter aller Schweinezyklen

Handelsblatt, Düsseldorf (12.08.10) - In Chicago explodieren die Preise für Schweinebäuche. Acht Tage in Folge ist der Future-Kontrakt an der Terminbörse CME um den Maximalbetrag gestiegen. Was hinter dem rasanten Anstieg steht, wie sich das auf die Preise in Deutschland auswirkt und wieso die Tomatenernte für den Schweinebauchpreis eine entscheidende Rolle spielt.

An den Rohstoffmärkten geht es seit Wochen turbulent zu. Im Fokus der Anleger stehen vor allem die Getreidepreise, die im Zuge der extremen Dürre in Osteuropa und der verheerenden Waldbrände rasant gestiegen waren, ehe sie sich zuletzt etwas beruhigten. Die auffälligste Bewegung gibt es aber an einem ganz anderen Markt. In Chicago klettern die Preise für Schweinebäuche von Rekord zu Rekord. Gestern wurde mit 1,3650 Dollar je Pfund den fünften Tag in Folge eine neue Höchstmarke erreicht.

Seit der Future-Kontrakt an der Chicago Mercantile Exchange vor Jahresfrist, belastet vom Nachfrageeinbruch in Folge der Schweinegrippe, auf ein Sechsjahrestief fiel, hat sich der Preis mehr als verdreifacht. Allein im vergangenen Monat haben sich Schweinebäuche um fast 35 Prozent verteuert. Und der Anstieg wäre wohl noch drastischer ausgefallen, würde die CME den Investoren nicht enge Grenzen setzen. In den vergangenen acht Handelstagen haben sich Schweinebäuche jeweils um den maximal zulässigen Betrag von 4,5 Cent verteuert.

Auslöser für die jüngste Preisrally waren Daten, denen zufolge die Schweinebauch-Vorräte in den von der CME beobachteten Lagern im Juli 73 Prozent niedriger lag als ein Jahr zuvor. Das schürt am Markt Versorgungsängste.

Die Entwicklung kommt allerdings mit Ansage: "Wir sehen im Moment in den USA den klassischen Schweinezyklus", sagt Dietmar Weiß, Leiter des Bereichs Fleischwirtschaft bei der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) in Bonn. "In den vergangenen Jahren waren die Schweinepreise so niedrig, dass die Mastbetriebe schmerzhafte Verluste erlitten. Als Reaktion haben die Unternehmen ihre Herden spürbar verringert. Das niedrigere Angebot treibt jetzt die Preise."

Zumal sich die Nachfrage deutlich erholt hat. Die Schweinegrippe, die diese Woche endgültig für beendet erklärt wurde, ist bei den Verbrauchern schon lange kein Thema mehr. Und die vorsichtige konjunkturelle Erholung lässt die Lust auf Fleisch wieder wachsen.

Allerdings ist der Preisauftrieb an anderen Märkten längst nicht so auffällig wie bei den Schweinebäuchen. Die Terminmarktpreise für Magerschweine sind zwar im vergangenen Jahr auch deutlich gestiegen. Allerdings bleibt das Plus mit 70 Prozent weit hinter dem bei den Schweinebäuchen zurück. Zudem geht es am Terminmarkt für die Magerschweinpreise inzwischen wieder abwärts. Auch die US-Großhandelspreise für Schweinefleisch scheinen ihren Höhepunkt nach einem Anstieg um 35 Prozent seit Jahresanfang überschritten zu haben. Offenbar versucht die um die Nachfrage fürchtende Fleischindustrie bereits, einer erneuten Wende im Schweinezyklus entgegenzuwirken und die Preise unter Kontrolle zu halten.

Bei Schweinebäuchen gibt es hierfür bislang noch keinerlei Anzeichen. Und viele Beobachter gehen davon aus, dass die Preise zumindest den August über auf Rekordjagd bleiben werden. Das hat zum einen damit zu tun, dass viele Verbraucher angesichts der gestiegenen Preise den günstigeren Schinkenspeck als Ersatz für andere Fleischsorten kaufen.

Vor allem aber sprechen saisonale Gründe für anhaltend hohe Schweinebauchpreise in den kommenden Wochen. Aktuell ist in den USA Hauptsaison für Schinkenspeck, der aus Schweinebäuchen gewonnen wird. Wenn es draußen warm wird, isst der Amerikaner den Speck gerne im Salat und auf Sandwiches. Besonders beliebt sind im August, wenn die Tomaten im mittleren Westen der USA Erntereife erreichen, die so genannten BLT-Sandwiches - Brote mit Speck (Bacon), Kopfsalat (Lettuce) und Tomaten (Tomatoes).

"Wir sind jetzt in der Zeit des Jahres, in der die Schweinebauchnachfrage typischerweise am höchsten ist. Ein Großteil davon ist BLT", sagte Adam Stout, Rohstoffexperte der FC Stone Group in Kansas City, der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Die Nachfrage nach Speck schwankt kaum. Wenn jemand ein BLT-Sandwich mit frischen Tomaten möchte, ist es für ihn uninteressant, ob das Pfund Speck zwei Dollar oder sechs Dollar kostet", ergänzt Chris Hurd, Professor an der Purdue Universität in West Lafayette.

Experten gehen davon aus, dass die Preise für Schweinebäuche im Herbst wieder runterkommen, bis Jahresende aber deutlich über den langjährigen Durchschnittspreisen liegen werden. Auf dem Weltmarkt wird die Preisexplosion in den USA ebenfalls zu spüren sein. Auf die Schweinpreise in Deutschland wird es nach Einschätzung des Fleischexperten Dietmar Weiß jedoch allenfalls indirekte Auswirkungen über Drittmärkte wie China oder Russland geben, auf den amerikanische und deutsche Fleischexporteure konkurrieren. Einen direkten Einfluss sieht Weiß nicht: "Die Schweinefleischimporte aus den USA sind sehr gering. Nur wenige Schlachtbetriebe haben die Zulassung, um in die EU zu exportieren", erklärt er.

Die zuletzt deutlich gestiegenen Getreidepreise könnten über höhere Futterkosten die Fleischpreise hierzulande dagegen durchaus treiben. "Bis diese Effekte beim Verbraucher ankommen, wird aber bestimmt noch ein Jahr vergehen", sagt Weiß. Für dieses Jahr gibt er Entwarnung: "Wir rechnen für 2010 mit einem durchschnittlichen Erzeugerpreis von rund 1,37 Euro je Kilogramm Schweinefleisch. Das wäre sogar etwas weniger als im Vorjahr."

(Quelle: http://www.handelsblatt.com/finanzen/rohstoffe/rohstoffe-die-mutter-aller-schweinezyklen;2633683)


 
Schweine: V-Preis minus 5 Cent ? / Fette Bäuche bringen Minuspunkte
Richard Ebert  Am: 27.08.2010 09:32:23 Gelesen: 188# 2
@ [#1]

Die Grafik mit den Schlachtgewichten wurde um die beiden fehlenden Wochen ergänzt. Sie liegen optisch noch niedrig, doch erstmalig seit 7 Wochen leicht über denen der jeweiligen Vorjahreswoche.
 
Schweine: V-Preis minus 5 Cent ? / Fette Bäuche bringen Minuspunkte
Richard Ebert  Am: 26.08.2010 20:25:31 Gelesen: 323# 1
Fette Bäuche, magere Erlöse - Viele Indexpunkte können Sie nur mit guten Bäuchen erreichen

Topagar.com (26.08.10) - Fette Bäuche bringen Minuspunkte bei Klassifizierung und Erlös. Martin Breuer, Berater beim Erzeugerring Westfalen, gibt Tipps, wie Mäster gegensteuern können: Mastschweine mit fetten Bäuchen verderben Mästern den Spaß an der Arbeit, da der Erlös einfach nicht passt. Gute 11 € Erlösunterschied pro Schwein stecken zwischen einem mageren Grill- und einem fetten Wurstbauch. Das kann den Unterschied zwischen den erfolgreichen und den weniger erfolgreichen Mästern ausmachen. Wenn dann noch teures und energiearmes Futter die Kosten erhöht, sind Betriebe mit schlechtem Bauchfleischanteil chancenlos beim Wettstreit um die vorderen Plätze im Kollegenkreis.

An erster Stelle steht die Genetik, vor allem auf der Eberseite. Wenn die Sauenherkunft kein Garant für magere Bäuche ist, muss ein entsprechend trockener und langer Eber ausgewählt werden. Das Siegel "Top Genetik" allein reicht nicht aus. Denn Eber mit überragenden Zunahmen eignen sich kaum, den Bauchfleischanteil des Mastschweins zu erhöhen.

Zweiter Ansatzpunkt ist die Fütterung. Rationieren der Börge in der Endmast hilft, darf aber nicht übertrieben werden. In Betrieben mit Breiautomaten oder Sensorfütterung ist eine Rationierung nur begrenzt möglich.

Eine gute Proteinausstattung in der Vormast sowie schmackhafte Komponenten legen das Fundament für gezielten Muskelansatz.

Kontraproduktiv wirkt eine Endmastdiät, die auf faserreiche Komponenten setzt. Tageszunahmen und Futterverwertung leiden bei Energiegehalten von 13,0 MJ ME und weniger. Höhere Futterkosten und schlechtere Mastleistung führen zu steigenden Produktionskosten, ohne dass eine Verbesserung des Bauchfleischanteils sicher ist.

Ob durch Absenken des Schlachtgewichts die Qualität der Bäuche steigt, sollte man anhand der Schlachtprotokolle auswerten. Wenn der Bauchfleischanteil in den leichteren Schlachtgewichtsklassen nicht deutlich besser ausfällt, lohnt sich der Verzicht auf Gewicht nicht. Hilfreich für die Analyse ist das Infosys-System der IQ-Agrar.

Bei niedrigen Schlachtgewichten ist die Gefahr groß, dass Abzüge aufgrund zu leichter Lachse den Zugewinn beim Bauch kompensieren oder sogar übersteigen. Schweine mit durchgängig fetten Bäuchen sollten daher eher schwerer als leichter gemästet werden.

(Quelle: Landwirtschaftliches Wochenblatt Westfalen-Lippe 34/2010)



Die Schlachtgewichte der beiden letzten Wochen lagen noch nicht vor

Kassamarkt: Großes Angebot belastet den Markt

Das große Angebot schlachtreifer Schweine belastet den Markt. Zunehmend wird eine vollständige und zeitnahe Vermarktung schwieriger.

Der Fleischabsatz gestaltet sich ruhig und Fleischverkäufer rechnen mit Preiszugeständnissen bei den Preisverhandlungen. Saisonal ist mit einer weiteren Zunahme der Stückzahlen in den kommenden Wochen und Monaten zu rechnen.

(Quelle: VR Agrarberatung)



September Schweine wurden heute um 8 Cent unter dem aktuellen V-Preis gehandelt

Terminmarkt: Minimal leichter

Am Schweine Terminmarkt in Frankfurt wurde heute ein Kontrakt September zu 1,42 Euro gehandelt, 1 Cent niedriger als am Vortag. Der M 12 Index gab um 0,04 Cent auf 1,3948 Euro nach.

Ferkel blieben umsatzlos, M 12 Index unverändert 39,81 Euro.

Was könnte morgen kommen ?

Die während des Tages eintreffenden Meldungen deuten auf einen starken Preisrückgang bei der morgigen Notierung hin. Das deutschlandweite Angebot an Schweinen ist wieder auf mehr als eine Million Stück pro Woche gestiegen und viel zu groß für das enttäuschende Fleischgeschäft. Das Wetter verhindert Grillfeste, die Urlaubsrückkehrer kaufen nicht wie erhofft, der Monatsbeginn sorgt nicht für Nachfrage und der Export bleibt unsicher.

Marktteilnehmer gehen morgen von einem Preisrückgang um 5 Cent auf 1,45 Euro, einzelne schließen aber auch noch deutlich niedrigere Preise nicht aus.



Sollte morgen ein Minus von 5 Cent veröffentlicht werden, ändert sich die rote Prognoselinie um 5 Cent nach oben, da saisonal in dieser Woche ein "unverändert" zu erwarten war.
 
Milch: Bauernverband rechnet mit stabiler Preisentwicklung
Richard Ebert  Am: 26.08.2010 19:50:25 Gelesen: 63# 1
Erholung am Milchmarkt war dringend notwendig - DBV analysiert Entwicklung des Milchmarktes im ersten Halbjahr 2010

Bauernverband.de (26.08.10) - Die Wirtschaftlichkeit der Milcherzeugung in Deutschland hat sich im Anschluss an das katastrophale Jahr 2009 aktuell wieder erholt. Dies war aber auch dringend notwendig, erklärte der Deutsche Bauernverband (DBV). Lagen die Milcherzeugerpreise vor einem Jahr bei unter 22 Cent je Kilogramm Milch (3,7 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß) im Bundesmittel, sind aktuell Preise von rund 30 Cent für den Juli 2010 zu erwarten. Aus Sicht der Erzeuger ist eine weitere Erholung der Milcherzeugerpreise auch in den kommenden Monaten dringend notwendig, so der DBV.

Nach Aussage des DBV hat sich die Inlandsnachfrage nach Milchprodukten erfreulich stabil bis positiv entwickelt. Insbesondere die Absätze im Frischmilchsektor hätten in den Monaten Juni und Juli 2010 deutliche Impulse erhalten. So konnte aus den Daten der AMI-Analyse auf Basis des GfK-Haushaltspanels ein deutliches Plus in den Segmenten Konsummilch, Milchgetränke und Joghurt in Höhe von bis zu 15 Prozent verzeichnet werden. Dies zeigt, dass unter entsprechenden Rahmenbedingungen (heiße sommerliche Witterung) die private Nachfrage auch bei höheren Preisen für den Verbraucher durchaus Impulse erhalten kann. Allerdings gilt diese Tendenz nicht generell. So hat es bei Butter ein Minus im Verbrauch gegeben. Gleiches trifft allerdings auch bei den pflanzlichen Fetten zu, deren Nachfrage in den ersten sieben Monaten des Jahres ebenfalls gesunken ist.

Die Märkte für Käse haben in den vergangenen Monaten deutlich angezogen. Lagen die Käsepreise an der Börse in Hannover Anfang 2010 noch unter 2,70 Euro je Kilogramm, sind sie in der Zwischenzeit auf rund 3,10 Euro je Kilogramm gestiegen. Auch der Markt für Milchpulver hat in den ersten sechs Monaten deutlich angezogen. So werden aktuell rund 2.300 Euro, rund 300 Euro mehr als zu Jahresbeginn, bezahlt. Es ist wahrscheinlich, dass die Pulvermärkte ihr saisonales Hoch mit etwa 2.500 Euro je Tonne in diesem Jahr schon gesehen haben. Im Verlauf der Monate haben sich die deutschen beziehungsweise die europäischen Preise wechselkursbereinigt den Weltmarktpreisen angenähert oder diese gar übertroffen.

Dadurch waren die deutschen Exporte in Drittländer und in die Europäische Union ein weiteres Element für die positive Entwicklung, wobei die ausgeführten Mengen in den ersten fünf Monaten 2010 11 Prozent über dem Vorjahreswert lagen. Auch die Werte der ausgeführten Produkte für Milch, Milcherzeugnisse sowie Käse lagen mit 12 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert. Als Sonderfall ist die Preissteigerung bei Butter zu bewerten; hier konnte durch die deutlich höheren Butterpreise im Export ein Plus von mehr als 60 Prozent bezogen auf den Vorjahreswert erzielt werden. Alle diese Ausfuhren von Januar bis Mai 2010 wurden ohne jegliche Exporterstattungen getätigt. Vorwürfe, die EU würde mit ihren Exporten Märkte in Entwicklungs- oder Schwellenländern belasten, sind daher haltlos, so der DBV.

Auch für die kommenden Monate deutet sich eine stabile Entwicklung auf dem Milchmarkt an, darauf weisen die Basisdaten sowohl im Binnenmarkt als auch im Export hin. Weltmarktseitig gilt es aber die doch höheren Anlieferungen zu beachten, die eine zu expansive Produktion einschränken sollte.

(Quelle: http://www.bauernverband.de/index.php?redid=152813&mid=345066)



Spotmilchpreise: Im Norden ging´s wieder aufwärts

Topagrar.com (25.08.10) - Die Preise für Versandmilch fallen und steigen von Woche zu Woche. Während in Süddeutschland in der 32. Kalenderwoche der Preis auf 32 Ct/kg anstieg, ging es in der vergangenen Woche wieder 0,25 Cent nach unten auf 31,75 Ct/kg. Dagegen ist der Spotmilchpreis im Norden in der vergangenen Woche um einen Cent auf 28,4 Ct/kg gestiegen. Alle Preise gelten für Rohmilch mit 3,7 % Fett ab Rampe Molkerei.

In den Niederlanden ging es ebenfalls aufwärts. Hier kostete der Liter Versandmilch 32 Ct/kg (plus 1 Cent) bei 4,4 % Fett.

(Quelle: http://www.topagrar.com/index.php?option=com_content&task=view&id=20283&Itemid=521)



Terminmarkt: Unverändert

An der Eurex schlossen die Futures unverändert, Butter bei 3.575 Euro, Milchpulver bei 2.138 Euro.


 
Raps: Zweithöchste Ernte in Deutschland - 5,66 Mio. Tonnen
Richard Ebert  Am: 26.08.2010 15:43:05 Gelesen: 75# 1
5,6 Mio. Tonnen Raps - Bauern fahren stolze Ernte ein - UFOP fordert zur Abgabe der Erzeuger-Selbsterklärung auf

Ufop.de, Berlin (25.08.10) - Nach Ernteschätzung des Deutschen Bauernverbandes haben die Rapserzeuger zur Ernte 2010 5,66 Mio. t Raps eingefahren. Dies ist verglichen mit der Rekordernte des Vorjahres (6,3 Mio. Tonnen) die zweithöchste Ernte in der Geschichte des deutschen Rapsanbaus.

Bei Erzeugerpreisen von 320 bis 370 EUR je Tonne bestätigt der Raps seine betriebswirtschaftliche Bedeutung im Ackerbau.

Auch zur Ernte 2010 überrascht der Raps mit einem überaus positiven Gesamtergebnis und bestätigt einmal mehr seine Eigenschaft, trotz mäßiger Startbedingungen im Frühjahr, gute Witterungsperioden mit Sonnenschein und Regen in Ertrag umzusetzen. Der Rapsanbau entzerrt zudem die Erntezeit und wird in der Regel während oder nach der Wintergerste geerntet. Raps lockert nicht nur optisch das Landschaftsbild mit seinen gelb blühenden Feldern im Frühjahr auf, sondern trägt dazu bei, dass die nachfolgende Kulturart, in der Regel Winterweizen, gute Startbedingungen nach der Aussaat vorfindet, aufgrund der hervorragenden Bodengare, die der Winterraps hinterlässt.

Mit 5,6 Mio. t Raps steht damit aus bilanzieller Sicht ausreichend Rohstoff sowohl für die Bedienung der Nahrungsmittelindustrie als auch für die Biodieselerzeugung zur Verfügung. Etwa 2,1 Mio. t Biodiesel werden inzwischen herkömmlichen Biodiesel beigemischt. Dies entspricht einem Mengenbedarf von ca. 5,2 Mio. t Rapssaat.

Die Bedienung des deutschen Biodieselmarktes ist mit der Ernte 2010 erstmals an den Nachweis bestimmter Nachhaltigkeitsanforderungen gekoppelt. Ab dem Januar 2011 wird ausschließlich Biodiesel auf die Kraftstoffquote angerechnet bzw. steuerbegünstigt, wenn ein sogenannter Nachhaltigkeitsnachweis durch den Biodieselhersteller ausgestellt werden kann. In der Vorkette muss die nachhaltige Erzeugung und Herkunft, beginnend über eine sogenannte Selbsterklärung des Landwirtes, nachgewiesen werden. Angesichts des Mengenbedarfs und zur Absatzsicherung appelliert die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) daher an die Landwirte, den Biodieselmarkt auf jeden Fall optional für die Verwendung der Rapssaat offen zu halten. Die Landwirte sollten ihre Selbsterklärung dem Agrarhandel baldmöglichst übermitteln. Es ist davon auszugehen, dass zunächst ausschließlich deutscher Raps für die hiesige Biodieselproduktion zur Verfügung steht. In den anderen EU-Mitgliedstaaten oder auch Drittstaaten wurden die entsprechenden administrativen Voraussetzungen bislang nicht geschaffen, um Zugang zum deutschen Biodieselmarkt zu erhalten.

(Quelle: http://www.pressrelations.de/new/standard/dereferrer.cfm?r=422117)


 
Agrarpreise in Deutschland plus 18 % in den letzten 10 Monaten
Richard Ebert  Am: 26.08.2010 13:56:22 Gelesen: 46# 1
Agrarrohstoff-Index im Juli auf Jahreshöchststand

Schweizerbauer,ch / AMI (25.08.10) - Der AMI-Preisindex für die wichtigsten in Deutschland erzeugten Agrarrohstoffe, hat im Juli 2010 gegenüber dem Vormonat um knapp drei Prozent auf 115 Indexpunkte zugelegt.

Damit hat der Agrarrohstoff-Index im Juli seinen höchsten Stand in diesem Jahr erreicht und liegt sogar 18 Prozent über seinem letzten Tiefpunkt vom Oktober 2009. Ein höheres Niveau hatten die deutschen Agrarpreise zuletzt im Oktober 2008. Am stärksten sind im Monatsvergleich die Preise für Getreide und Raps gestiegen, während es bei Rindern und Schweinen Abschläge gab.

Der deutsche Teilindex für Fleisch (Rind, Schwein, Geflügel) gab im Juli (nach einem kräftigen Anstieg im Juni) nach und lag damit gut zwei Prozent unter dem diesjährigen Höchststand vom Juni 2010. Im Vergleich zum letzten Tiefstand von Dezember 2009 lag der Teilindex für Fleisch im Juli indessen fast acht Prozent höher. Dabei gaben die Preise für Schlachtschweine im Juli mit gut drei Prozent am stärksten nach und auch für Jungbullen rutschten die Notierungen um fast zwei Prozent nach unten. Die Preise für Rohmilch sind in Deutschland nach bisherigen Schätzungen im Juli weiter geklettert und dürften den höchsten Stand des Jahres erreichen.

Der deutsche Teilindex für Getreide und Ölsaaten (Raps) kletterte im Juli um fast elf Prozent nach oben. Die Preisaufschläge für die verschiedenen Getreidearten lagen zwischen gut zehn Prozent und gut 14 Prozent. Für den im Index enthaltenen Raps notierte man im Juli rund acht Prozent höhere Preise als im Vormonat. Außerdem erreicht der Teilindex für Getreide und Ölsaaten im Juli seinen höchsten Stand seit Oktober 2008. Im Jahresverlauf 2010 sind die Preise damit um fast 23 Prozent gestiegen.

(Quelle: http://www.schweizerbauer.ch/htmls/artikel_22061.html)


 
Kartoffeln: Chance für die Welternährung
Richard Ebert  Am: 26.08.2010 11:47:46 Gelesen: 48# 1
Spurensuche in den Anden - Kartoffelanbau als Chance für die Welternährung

Von Christopher Gerisch, Bärbel Scheele

ZDF.de (25.08.10) - Die einheimischen Völker der Anden haben schon vor 8000 Jahren zahlreiche Kartoffelsorten kultiviert. Dort wird die Kartoffel auch heute noch verehrt - wie sonst nirgendwo auf der Welt. Die Artenvielfalt ist im Hochland erhalten geblieben. Inzwischen werden Kartoffeln weltweit angebaut. Die uralte Kulturpflanze aus Peru könnte auch in Asien und Afrika eine Lösung gegen Hungersnöte auf der Welt sein.

Die Heimat der Kartoffel liegt in den südamerikanischen Anden. Ursprünglich wurden die ersten Kartoffeln in der Region um den Titicacasee angebaut. Bei archäologischen Ausgrabungen kamen Kultgefäße ans Licht, die die Verehrung der vielseitigen Knolle beweisen. Nach einer Legende war die Kartoffel ein Geschenk der Götter, um die Menschen vor dem Hungertod zu bewahren.

"Pago a la Pachamama"

Die religiösen Feste der Inkas stimmen bis heute mit den Pflanz- und Erntetermine der Kartoffel überein. Die Schamanen, die auch Medizinmänner und Zauberer sind, führen die alten Rituale durch. Eine besondere Rolle spielt Pachamama, die als weibliche Gottheit und personifizierte Mutter Erde verehrt wird, und allen Kreaturen das Leben schenkt. Der gesamte Alltag, Arbeit und Feste sind darauf abgestimmt. Die Rituale sind allgegenwärtig, so wird auch bei privaten Festen der erste Schluck auf den Boden gegossen, als Opfer an Pachamama.

Es käme keinem Bauer aus den Anden in den Sinn, ohne Segen des Schamanen mit der Ernte oder der Aussaat zu beginnen. Jedes Jahr im August findet die Zeremonie "Pago a la Pachamama" (Bezahlung an "Pachamama") statt. In Peru geht dann die kalte Jahreszeit zu Ende, und die neue Pflanzzeit beginnt. Als Opfergaben dienen Früchte, Kokablätter, Samen oder bunte Perlen.

Kartoffelzüchtung und Sortenvielfalt

Auf 4500 Metern Höhe liegt der wahre Schatz der Inkas: der Kartoffelpark bei Cusco. Sechs Quechua-Gemeinden bewirtschaften diese Felder mit unzähligen Kartoffelsorten. Denn die Indios haben hier die ganze heimische Artenvielfalt erhalten.

Vermutlich rund 3000 verschiedene Sorten pflanzen die Bauern in den Anden an. Auf jedem einzelnen Acker können es bis zu hundert verschiedene Knollengewächse sein. Der Kartoffeltechniker Ricardo Paccu berät die Kleinbauern und hilft ihnen, von der Aussaat bis zur Ernte die Felder optimal zu bewirtschaften.

Ricardo Paccu: "Hätten wir nur eine Kartoffelsorte gesät, würde bei einer Krankheit der gesamte Bestand vernichtet. Viele Sorten sind daher gut für unsere Landwirte und auch für die Vielseitigkeit unserer Speisen. Wenn du aber nur eine Sorte säst, wächst auch nur eine. Pflanzt man verschiedene Sorten, wird es immer eine Kartoffelpflanze geben, die resistent ist gegen eine der Krankheiten oder Einflüsse des Klimawandels."

Die Kartoffel ist für die Menschen der Anden mehr als nur ein Nahrungsmittel. Sie ist der kulturelle Mittelpunkt. Im Andenstaat ist das Nachtschattengewächs nicht nur die Hauptnahrungsquelle, sondern auch Heilmittel gegen Krebs oder andere schwere Krankheiten. Bis heute ist sie fest im religiösen und kulturellen Leben der Indios verankert. Die "lunchuy waqachi" ist eine besonders knorrige Kartoffel. Übersetzt heißt sie: "Lasst die Schwiegertochter weinen". Damit haben früher die Schwiegermütter ihre zukünftigen Schwiegertöchter getestet. Der Braut wurde die höckrige Kartoffel zum Schälen gegeben. Hat sie ihre Aufgabe gemeistert, war sie als Schwiegertochter akzeptiert.

Kartoffelmarkt von Lima

Bis auf den Kartoffelmarkt von Lima, dem größten Perus, hat es die Schwiegertochter-Kartoffel allerdings nicht geschafft. Auch in Südamerika ist die genormte Industriekartoffel auf dem Vormarsch und verdrängt so die Kartoffelvielfalt auf dem Speiseplan der Großstädter.

Uralte Konservierungsmethode

Um in Notzeiten nicht zu hungern, wird ein Teil der geernteten Kartoffeln haltbar gemacht. Schon bei den Inkas gab es Techniken, sie zu konservieren. Bis heute ist die uralte Methode bei den Quechua-Indianern üblich. Es ist eine Art Gefriertrocknung. Bei der Verarbeitung werden die meisten Bitterstoffe entzogen. Der Wechsel von Nachtfrost und Sonnenbestrahlung in den Anden kommt ihnen dabei zugute. Durch das wiederholte Einfrieren, Auftauen und Einstampfen verliert die Kartoffel jegliches Wasser. Schritt für Schritt wird es vorsichtig herausgepresst.

Chuños nennen sie die so gewonnenen Dörrkartoffeln. Sie sind steinhart, aber besitzen noch alle wesentlichen Nährstoffe. Auf diese Weise sind sie bis zu sieben Jahre haltbar. Bei schlechten Ernten sind sie stille Reserve und verhindern Hungersnöte. Die Soldaten der Inkas hatten getrocknete Kartoffeln als Marschverpflegung.

Globale Hungerbekämpfung

Die Menschen in den Anden haben gelernt, die Kartoffel vielfältig nutzen. Die weltweite Verbreitung der Knolle ging von Peru aus. Im 16. Jahrhundert gelangte sie nach Europa, später nach Afrika und Asien bis nach Grönland. 325 Millionen Tonnen werden mittlerweile pro Jahr weltweit geerntet. Die Kartoffel ist nicht nur ein gesundes Nahrungsmittel. Die Kartoffelstärke wird auch in der Papier-, Textil- und Kunststoffindustrie eingesetzt als Klebstoff, Farbzusatz und Kunststoff.

In der Ernährung der Weltbevölkerung spielt die Kartoffel eine immer wichtigere Rolle. Sie enthält doppelt soviel Eiweiß wie Weizen. Als Grundnahrungsmittel erreicht die Knolle mittlerweile nach Reis und Weizen, Platz drei. Kartoffeln sind exzellente Energiespender, voller Kohlenhydrate, Proteine und Vitamin C: alles Vorteile, die der globalen Hungerbekämpfung neue Perspektiven eröffnen. Die Kartoffel könnte im weltweiten Kampf gegen den Hunger eine wichtige Alternative sein.

(Quelle: http://abenteuerwissen.zdf.de/ZDFde/inhalt/4/0,1872,8104452,00.html?dr=1)
 
Reis: Der Klimawandel bedroht die weltweite Reisproduktion
Richard Ebert  Am: 26.08.2010 09:37:00 Gelesen: 33# 2
Börsianer sehen nächste Reis-Preisrallye - Grundnahrungsmittel für die Hälfte der Weltbevölkerung könnte 30 Prozent teurer werden

DieWelt.de, New York (25.08.10) - Der Reispreis steht nach Meinung vieler Experten wieder vor einem rekordverdächtigen Anstieg. Zwar ist Reis derzeit das Performance-Schlusslicht unter den weltweit gehandelten Getreidesorten. Aber die Verbraucher und Investoren suchen nach Alternativen zu Weizen: Hitzewellen, Brände und Überschwemmungen haben die Ernten auf der nördlichen Halbkugel erheblich beeinträchtigt.

Spekulativ orientierte Anleger sehen es auf ihre Weise: "Wir sind sehr optimistisch und sehen die Chance auf erhebliche Erträge", sagt Jonathan Barratt, geschäftsführender Direktor bei Commodity Broking Services. Er rechnet mit einem Anstieg des Reispreises von 29 Prozent bis auf 15 Dollar je 100 Pound bis Dezember. Derzeit liegt der Preis für Reis bei 11,625 Dollar. Zuvor war das Grundnahrungsmittel für die Hälfte der Weltbevölkerung in diesem Jahr an der Börse Chicago um 24 Prozent auf einen Tiefstand von 9,55 Dollar je 100 Pound gefallen. Zugleich hatte sich der Weizenpreis seit Juni fast verdoppelt. Letztmalig war diese Spanne im Februar 2008 so groß. Zwei Monate später erreichte der Reispreis während der weltweiten Lebensmittelkrise ein Rekordhoch.

Die andere Seite der Medaille: Wegen der Reisknappheit kam es in ärmeren Ländern vor zwei Jahren zu Hungersnöten und Aufständen. "Im Gegensatz zu 2008 werden die Ernteausfälle aber keine weltweite Lebensmittelkrise hervorrufen, da durch Rekordernten die Lager wieder gefüllt sind", hatten die Vereinten Nationen kürzlich beruhigt. Und die weltweiten Weizenvorräte erreichen das zweithöchste Niveau seit 2002, während die Lagerbestände von Reis so hoch wie seit 2003 nicht mehr sind, sekundiert das US-Landwirtschaftsministerium. Die Lebensmittelpreise haben im Juli zwar ein Fünf-Monats-Hoch erreicht, liegen aber immer noch unter dem Gipfel von Mitte 2008. Der aktuelle Bewertungsabschlag von Reis gegenüber Weizen, gemessen in Tonnen, erreichte Anfang August 53 Dollar. Er hat sich seitdem bereits auf zehn Dollar verringert. In den letzten zehn Jahren hat Reis im Schnitt 41 Dollar je Tonne mehr gekostet als Weizen.

"Der kräftige Anstieg beim Weizenpreis könnte zu Zweitrundeneffekten in anderen Märkten wie Reis führen", prognostiziert Analyst Wayne Gordon von der Rabobank.

Die Weizenrallye seit Juni dürfte wichtige Aufkäufer wie Bangladesch veranlassen, mehr Reis zu importieren, betont Concepcion Calpe, Volkswirt bei den Vereinten Nationen. Das Land werde 2010/11 schätzungsweise 600 000 Tonnen Reis importieren, nach 90 000 Tonnen im Vorjahr, sagte das US-Landwirtschaftsministerium voraus.
Anzeige

Der thailändische Exportpreis für weißen Reis - die asiatische Benchmark - könne bis Oktober um 15 Prozent auf 550 Dollar je Tonne steigen, erwartet der erfahrene Reishändler Mamadou Ciss, der auch Vorstandschef von Hermes Investments ist. Allerdings könnte der Anstieg durch Verkäufe aus thailändischen Regierungsbeständen gebremst werden, sagte Ciss, der 2006 mit seiner Prognose einer Verdoppelung des Reispreises richtig gelegen hatte.

In den nächsten zwei Monaten wird der Preis um 9,6 Prozent auf 525 Dollar je Tonne steigen, lautet die durchschnittliche Prognose von zehn Exporteuren und Händlern in einer Bloomberg-Umfrage. Die Reisexporte aus Pakistan, dem weltgrößten Reisanbauer, werden nach den Schätzungen der Exporteure in diesem Jahr 22 Prozent niedriger ausfallen. Verheerende Überflutungen hatten große Teile der Ernte vernichtet.

In China, wo knapp ein Drittel des weltweiten Reises angebaut wird, werden die Erntemengen nach den schlimmsten Überflutungen seit über zehn Jahren um bis zu sieben Prozent zurückgehen, befürchtet Li Qiang, geschäftsführender Direktor bei Shanghai JC Intelligence. Die Aussaat von Reis, der spät in der Saison angebaut wird, musste wegen ungewöhnlich kalten Wetters um zehn Tage verschoben werden. Außerdem verzögerte Regen das Wachstum des zur Mitte der Saison angebauten Reises.

Auf der anderen Seite könnten die Philippinen, weltgrößter Abnehmer von Reis, ihre Käufe erhöhen. Sie haben für dieses Jahr bereits ein Rekordvolumen von 2,47 Mio. Tonnen geordert, nachdem eine Dürre die heimische Ernte dezimiert hat. Bloomberg

(Quelle: http://www.welt.de/die-welt/finanzen/article9183270/Boersianer-sehen-naechste-Reis-Preisrallye.html)


 
Schweine: Rote Seite fordert mehr oder weniger deutliche Abschläge
Richard Ebert  Am: 25.08.2010 20:53:50 Gelesen: 245# 1
Steigende Schweinefleischpreise in Großbritannien erwartet

Schweine.net (25.08.10) - In Großbritannien sind die Preise für Schweinefleisch zuletzt gesunken, doch einige Analysten erwarten, dass sie bis zum Jahresende aufgrund höherer Futtermittelkosten wieder anziehen werden, meldet Dow Jones. Wie aus aktuellen Daten des Agriculture and Horticulture Development Board (AHDB) hervorgeht, hat Schweinefleisch in Großbritannien in diesem Jahr im Schnitt 1,423 GBP/kg (rund 1,7426 EUR/kg) gekostet, was einem Rückgang von 2,3% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Insbesondere in den vergangenen Wochen seien die Preise zurückgegangen, und zwar auf derzeit 1,416 GBP/kg (rund 1,7340 EUR/kg) von 1,446 GBP/kg (rund 1,7707 EUR/kg) Anfang Juli.

Dennoch lägen die Schweinefleischpreise über dem Durchschnitt der vergangenen vier Jahre, betonte die Agrar-Fördergesellschaft. Einige Analysten rechnen im weiteren Verlauf des Jahres mit steigenden Fleischpreisen, da sich die Kosten für die Viehfütterung erhöhten. So sind beispielsweise die Weizenpreise in den vergangenen Wochen auf den höchsten Stand seit zwei Jahren geklettert. An der Börse in Chicago haben die Preise für gefrorene Schweinebäuche in diesem Jahr nahezu um das Dreieinhalbfache zugelegt, während sich frische Schweinebäuche auf Jahressicht um 53% verteuerten und ein neues Rekordhoch markierten. Marktexperten machen für diesen Zuwachs höhere Futterkosten verantwortlich, die laut der Commerzbank rund 60% der gesamten Aufwendungen in der Fleischproduktion ausmachen.

Doch James Park, Analyst bei AHDB Market Intelligence, verwies darauf, dass die Fleischpreise in Großbritannien nicht börsennotiert seien und damit weniger durch Spekulationen beeinflusst würden. Die Preise in Chicago werden stärker von den Terminnotierungen beeinflusst. „Daher haben Faktoren wie höhere Futtermittelkosten dort aufgrund von Spekulation einen größeren Einfluss“, sagte er zu Dow Jones Newswires. In Großbritannien sei das Schweineangebot der entscheidende Einflussfaktor. Und dort habe es ein großes Angebot gegeben, was die Preise zuletzt etwas gedrückt habe. Doch im Vergleich zu den Vorjahren sei das Preisniveau immer noch hoch. Dagegen sehen die Viehzüchter selbst eine andere Ursache für die in jüngster Zeit geringeren Schweinefleischpreise: Die britischen Farmer hätten weniger Möglichkeiten, die Preise zu erhöhen, weil sie längerfristige Lieferkontrakte mit ihren Abnehmern wie Supermärkten bevorzugten. Auch sei zu erwarten, dass Preiserhöhungen an die Verbraucher weitergegeben würden.

Die zunehmende Volatilität der Nahrungsmittelpreise habe die britischen Landwirte härter als in früheren Jahren getroffen, da sie weniger Hilfe von der Europäischen Union erhielten, sagte ein Sprecher des Branchenverbandes National Farmers Union. Die Unterstützung durch die EU verringerte sich laut Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) auf 23% im Zeitraum 2007 bis 2009 von 39% in den Jahren 1986 bis 1988. Zudem hätten die Preise, die die Farmer für ihre Produkte erzielten, im Zeitraum 2007 bis 2009 nur noch um 9% über den Weltmarktpreisen gelegen im Vergleich zu einem Plus von 71% im Zeitraum 1986 bis 1988, so Dow Jones.

(Quelle: http://www.schweine.net/steigende_schweinefleischpreise_in_grossbritannien.html)



Kassamarkt: Deutsche Schlachtungen 10 % über Vorjahr

Das Angebot von schlachtreifen Schweinen hat in den vergangenen Tagen bei den meisten Viehhändlern und Erzeugergemeinschaften etwas zugenommen. Die Partien lassen sich überwiegend zeitnah vermarkten, vereinzelt kommt es zu Stockungen.

Einige Schlachtbetriebe verweisen derzeit auf zu niedrige Erlöse im Fleischverkauf und fordern daher für die kommende Woche mehr oder weniger deutliche Preisabschläge. Ob die Erzeugerseite diesem Druck, der ja teilweise schon in der vergangenen Woche aufgebaut worden war, auch in den nächsten Tagen standhalten kann, ist derzeit noch unsicher.

Die Zahl der Schweineschlachtungen hat erstmalig seit der Woche nach Fronleichnam die Millionengrenze wieder geknackt und lag mit 1,002 Millionen Schweinen um 16.000 höher als in der Vorwoche.

(Quelle: ISW, Damme, auszugsweise)



Terminmarkt: Kaum Bewegung

Am Schweine Terminmarkt wurden heute letztmalig August Schweine gehandelt, 0,2 Cent höher bei 1,50 Euro. Die insgesamt 5 gehandelten Schweine Futures ließen den Index um 0,01 Cent auf 1,3952 Euro fallen.

Ferkel: Umsatzlos auf Vortagsbasis taxiert, Index unverändert 39,81 Euro



Hinweis: Die Internet Schweinebörse setzte heute ihre Notierung aus. Zunächst war der Handel von 740 Tieren zu 1,51 Euro, 3 Cent unter Vorwoche, in einer Spanne von 1,51 bis 1,52 Euro gemeldet wurden, dann wurden alle Umsätze storniert. Damit kein "schiefes" Bild entsteht, haben wir dennoch die 1,51 Euro als Preismeldung für unsere Charts erfasst.
 

Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 21 31 41 51 61 71 81 91 101 111 211 213